JUSTIZVOLLZUGSSKANDAL: Ehemaliger Amtsleiter zahlt wohl nichts zurück

Er hat Dutzende von Urteilen liegen lassen. Soll der Amtsleiter jetzt finanziell zur Rechenschaft gezogen werden?

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188 Urteile habe der ehemalige Leiter des Zuger Amtes für Straf- und Massnahmenvollzug verschlampt, sagt der offizielle Untersuchungsbericht. Es seien deutlich weniger gewesen, hält die Verteidigung dagegen. Die genaue Anzahl wird noch vor Gericht geklärt werden.

Hier geht es um eine andere Frage: Ist beim Amtsleiter allenfalls noch Geld zu holen? Gestellt wurde sie von der erweiterten Justizprüfungskommission des Kantonsrates. Denn der Kanton hatte sich mit einem langen Trennungsmodell vom Amtsleiter verabschiedet, bei dem während dreier Monate 70 Prozent und während weiterer 14 Monate 50 Prozent des früheren Lohnes bezahlt wurden.

Die Exekutive gibt nun abschlägigen Bescheid. Es sei sinnlos, Geldforderungen gerichtlich durchsetzen zu wollen. «Man würde sich womöglich auf eine jahrelange gerichtliche Auseinandersetzung mit höchst ungewissem Ausgang einlassen», schreibt sie.

Christian Peter Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.