KAMPAGNE: Anti-Littering: Zug engagiert Youtube-Stars

Auf der Rössliwiese in der Stadt Zug fliegen die Flaschen: ein Künstlerduo zeigt, wie man Abfall auch noch zum Kübel bringen kann.

Christian Volken
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Zelebrieren Gleichgültigkeit und machen Spektakuläres: Sebastian Stahlhofen (wirft die Flasche) und Thomas Becker auf der Rössliwiese. (Bild Stefan Kaiser)

Zelebrieren Gleichgültigkeit und machen Spektakuläres: Sebastian Stahlhofen (wirft die Flasche) und Thomas Becker auf der Rössliwiese. (Bild Stefan Kaiser)

Sie geben sich seit neun Jahren unter dem Namen «a normal Day» als Jongleure des Alltags: Ihre Bühne ist die Videoplattform Youtube, ihre Wurfgegenstände sind Flaschen, Löffel oder Kaffeekapseln. Auf überraschende Weise treffen sie damit zielgenau über beachtliche Distanzen das Ziel: Den Papierkorb, die Tasse, die Kaffeemaschine. Ihr Spiel an der Grenze der Unmöglichkeit hat ihnen bisher 19 Millionen Klicks gebracht

An insgesamt zehn Orten am See und in der Stadt machen Thomas Becker und Sebastian Stahlhofen vor, wie Abfall auf kreativem Weg in den Kübel gelangt. Das Ganze ergibt ein Kurzvideo, mit dem der Kanton Zug und die Zuger Gemeinden eine Kampagne gegen Littering lancieren wollen. Das Video soll auf Youtube gestellt werden, zudem läuft im Juni ein Wettbewerb für Nachahmer: Man kann eigene Videos aushecken, abdrehen und hochladen.

Das Video der beiden Künstler, die den Abfall lustvoll entsorgen, soll das Thema Littering positiv prägen. Weiterhin gilt allerdings im Kanton Zug: Wer Güsel einfach wegwirft und liegenlässt, zahlt 100 Franken, wenn er erwischt wird.