KANTON: «Die Vorfreude ist einfach riesig»

Dass in Zug das Eidgenössische Schwingfest 2019 ausgerichtet wird, begeistert sowohl die Klubs als auch den Tourismus. Gleichzeitig ist der Respekt vor dem Anlass gross.

Samantha Taylor
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Was im Sommer 2013 in Burgdorf zahlreiche Besucher anzog (im Bild), findet 2019 in Zug statt: das eidgenössische Schwing- und Älplerfest. (Archivbild Keystone, Urs Flueeler)

Was im Sommer 2013 in Burgdorf zahlreiche Besucher anzog (im Bild), findet 2019 in Zug statt: das eidgenössische Schwing- und Älplerfest. (Archivbild Keystone, Urs Flueeler)

Samantha Taylor

Seit Sonntagmorgen steht es definitiv fest: Die Bösen kommen. Das Eidgenössische Schwingfest 2019 findet in Zug statt. So hat es die Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbands beschlossen. Obwohl Zug ohne Konkurrenz angetreten ist, ist dieser Entscheid für die Macher der Veranstaltung ein wichtiger Meilenstein und erfreut die Schwingerszene.

«Wir sind zwar schon davon ausgegangen, dass wir den Zuschlag erhalten werden – und dass die Präsentation nur noch eine Formsache ist», sagt Reto Arnold, Präsident des Schwingklubs Cham-Ennetsee. Trotzdem sei die Präsentation in Basel ein erster offizieller Anlass auf eidgenössischer Ebene gewesen. «Es war wichtig, dass Zug dort einen guten Eindruck hinterlässt. Und das ist auch gelungen.»

Voller Einsatz

«Die Vorfreude auf diesen Anlass ist einfach riesig», bringt Roman Werder, Präsident des Schwingclubs Zug-Umgebung, die Stimmung unter den Klubs im Kanton auf den Punkt. «Das ist der Anlass in der Schwingerszene», so Werder weiter. Als einmalige Chance bezeichnet auch Armin Bucher, Präsident des Schwingklubs Oberwil, die Vergabe. «Dass man bei einer solch grossen Sache mitarbeiten kann, erlebt man nur einmal», ist er überzeugt. Und Armin Iten, Präsident des Schwingklubs Ägerital, betont: «Es ist eine einmalige Sache, für die wir vollen Einsatz geben werden.»

Nicht nur in der Schwingerszene blickt man aber freudig auf das Jahr 2019. Auch Seraina Koller, Geschäftsführerin von Zug Tourismus, sieht darin eine grosse Chance. «Es ist für Zug eine grossartige Gelegenheit, sich von einer ganz anderen Seite zu präsentieren.» Der Kanton erhalte die Möglichkeit, einen Event mit nationaler Reichweite auszurichten. «Natürlich ist ein Anlass dieser Grösse auch eine Herausforderung. Ich denke da beispielsweise an die Unterbringung der Gäste», so Koller weiter. Aber sie sei überzeugt, dass auch in diesem Bereich alles ideal aufgegleist werde. Dem stimmt Hugo Lenzlinger, Präsident des Hotelier-Vereins Zugerland, zu. «Wir haben die Anzahl Hotelbetten, die wir haben. Ich bin aber sicher, dass wir die Besucher alle optimal unterbringen können.»

Motivationsschub

Das Eidgenössische 2019 ist in der Schwingerszene zudem mit grossen Hoffnungen verbunden. «Es wäre schön, wenn der Anlass einige Synergieeffekte mit sich brächte», sagt Franz Bellmont, Präsident des Kantonalen Schwingerverbands. Bellmont spricht dabei vor allem auf den Nachwuchs an. «Wir erhoffen uns durchaus, dass es aufgrund des Festes zu einem Schub in den Nachwuchsabteilungen kommen wird», so Bellmont weiter. Auf der anderen Seite glauben die Klubs auch, dass ein grosser Motivationsschub unter den Aktiven durch die Reihen gehen wird. «Es wäre toll, wenn es uns gelingen würde, die Qualität unter den Aktiven so zu steigern, dass auch Einheimische einen Kranz gewinnen», sagt Roman Werder.

Unterstützung aus der Bevölkerung

Trotz der grossen Vorfreude, auf die leichte Schulter nehmen die Schwinger im Kanton den Grossanlass nicht. «Uns ist allen auch bewusst, dass mit diesem Fest sehr viel Arbeit auf uns alle zukommt», sagt Armin Iten. Und diese könne nicht alleine durch die Schwingklubs und das Organisationskomitee bewältigt werden. «Dazu brauchen wir die Unterstützung aus der ganzen Bevölkerung», so Iten weiter. Dem pflichtet auch Reto Arnold bei. «Wir werden das mit vereinten Kräften sicherlich schaffen. Trotzdem haben wir alle auch einen gewissen Respekt vor all diesen Aufgaben.»