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KANTON: Im Klassenzimmer wirds digital

Die Pädagogische Hochschule Zug hat eine neue Medienwerkstatt eingerichtet. Die Ideen, die dort entstehen, sollen über die Hochschule hinaus genutzt werden.
Samantha Taylor
Sie haben bereits bei einem Projekt mitgemacht: Federico Bärtsch, Marcela Camenzind (Mitte) und Flurina Fischer. (Bild Maria Schmid)

Sie haben bereits bei einem Projekt mitgemacht: Federico Bärtsch, Marcela Camenzind (Mitte) und Flurina Fischer. (Bild Maria Schmid)

Die Digitalisierung macht vor der Schule nicht Halt. Auch im Klassenzimmer werden die neuen Medien immer wichtiger; sei es für den Unterricht – oder weil sie von den Schülern in der Freizeit genutzt und konsumiert werden. Dieser Entwicklung will die Pädagogische Hochschule nun Rechnung tragen. Und zwar mit einem sogenannten «Education Lab» (EdLab). Zu verstehen ist darunter eine mit Tablets ausgestattete Medienwerkstatt, in der digitale Unterrichtsprojekte erarbeitet werden können. Offiziell eröffnet wurde sie gestern. «Der Raum ist technisch ambitioniert ausgestattet, und er soll innovative Entwicklungen anregen», sagt Brigit Eriksson-Hotz, Rektorin der PH Zug. Die Hochschule wolle sich für Medienprojekte in der schulischen und schulbegleitenden Bildung engagieren. Das EdLab steht dabei sowohl Studenten wie auch Lehrern und Schulklassen zur Verfügung. «Es unterstützt Studierende und Lehrende, neuen Ideen nachzugehen und diese mittels medienpädagogischer Beratung und medientechnischer Unterstützung umzusetzen», so Eriksson weiter. Der Raum sei ein Labor des Lernens.

Zum Ausprobieren

Allerdings sollen die Erkenntnisse daraus keineswegs in der Hochschule bleiben. Die Infrastruktur soll von den Studenten auch für ihren Unterricht in den Schulen, den sie im Zusammenhang mit ihren Praktika an der Hochschule vorbereiten, genutzt werden. «Hier kann ausprobiert werden, wie sich digitale mit analogen Sequenzen zu einem stimmigen Lernsetting verbinden lassen», erklärt Eriksson. Pro Semester sollen rund 75 Studenten an einem digitalen Unterrichtsprojekt mit einem zeitlichen Umfang von etwa 20 Stunden teilnehmen.

Für die Realisierung des Projekts hat die Pädagogische Hochschule mit der Firma Samsung zusammengearbeitet. Der Raum konnte laut Eriksson kostenlos eingerichtet werden.

Erste Versuche

Obwohl das Projekt erst am Anfang steht, sind bereits erste Projekte aufgegleist. Der zentrale Punkt etwa ist eine Plattform, die von den Studenten zum Austausch und für die Zusammenarbeit genutzt werden kann. Angedacht ist weiter ein sogenanntes digitales «Klangrad». Ein Programm, das im Unterricht für die Förderung der Zuhörkompetenz genutzt werden kann. Bereits im Gang ist ein Projekt mit einer vierten Klasse der Kantonsschule Zug, die eine Radiosendung für das Gefäss «Frühstunde» beim Sender «Radio Industrie» erarbeitet. «Wir haben für das Projekt Tablets bekommen und sind jetzt daran, eine eigene Radiosendung zu machen. Das macht schon Spass und ist wirklich interessant», sagt der Oberägerer Federico Bärtsch (16), der an dem Projekt mitgearbeitet hat. Dass solche Projekte und das Arbeiten mit digitalen Mitteln nun öfter den Weg ins Klassenzimmer finden sollen, begrüsst er. «Ich finde es gut, wenn man mit solchen Mitteln arbeiten kann und auch die Lehrer etwas davon verstehen.»

Hohe Medienkompetenz

Die neue Einrichtung der PH Zug stösst auch bei Rektoren auf Interesse. «Wir haben in der Stadt Zug ein solches Tabletprojekt mit einer Klasse abgeschlossen», sagt Urs Landolt, Rektor der Stadtschulen Zug. Derzeit seien die Volksschulen in einer Experimentierphase. «Es wird viel ausprobiert. Ich hoffe, dass wir bald einen Schritt weiter sind», so Landolt. Dazu könne das EdLab wohl auch beitragen. Ähnlich sieht es Rolf Schmid, Rektor der Schulen Hünenberg. In seiner Gemeinde wurde bereits ein mehrjähriges Tablet-Pilotprojekt abgeschlossen. An der Auswertung sei man aktuell dran. Die Erfahrungen seien aber grundsätzlich äusserst positiv gewesen. «Ich hoffe, dass mit einem solchen EdLab dazu beigetragen wird, dass Primarlehrpersonen mit einer hohen Medienkompetenz aus der Hochschule kommen. Und diese dann auch in den Unterricht einbringen.»

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