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KANTON: Kleeb kehrt FDP den Rücken

Jetzt ist es Fakt: Der Zuger Unternehmer gab in den letzten Tagen den Austritt aus sämtlichen Sektionen der Partei. Aber von der Politik verabschiedet er sich nicht.
Freddy Trütsch
«Ich werde mir den Schritt sehr gut überlegen, in welchem Umfeld ich politisieren werde», Andreas Kleeb, Ex-FDP-Mitglied. (Bild: Archiv Neue ZZ)

«Ich werde mir den Schritt sehr gut überlegen, in welchem Umfeld ich politisieren werde», Andreas Kleeb, Ex-FDP-Mitglied. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Freddy Trütsch

Sein Entschluss sei unwiderruflich, betont er. «Ja, ich habe meinen Austritt aus der FDP gegeben», bestätigt Andreas Kleeb auf Anfrage. «Und es bleibt dabei.» Er sei in den letzten Wochen aus sämtlichen FDP-Sektionen im Kanton Zug sowie aus den Freunden der FDP Schweiz ausgetreten. Kleeb: «Damit bin ich auch nicht mehr Mitglied der kantonalen Partei.» Dies habe er Parteipräsident Jürg Strub auch schriftlich mitgeteilt. In der Parteizentrale hat man davon auch Kenntnis genommen. Jürg Strub: «Wir bedauern natürlich diesen Entscheid, denn Andreas Kleeb hat viel für die FDP des Kantons Zug gemacht.» Sucht man nochmals das Gespräch? «Ich denke nicht. Sein Entscheid ist definitiv, und diesen gilt es auch zu akzeptieren.»

25 Jahre in der Partei

Andreas Kleeb gehörte insgesamt 25 Jahre der freisinnigen Partei an. 1990 trat er in die FDP Menzingen ein. Von 2008 bis 2012 präsidierte der selbstständige Unternehmer die Kantonalpartei erfolgreich. Er war auch Gründungsmitglied der FDP Top 60 und von BS14. Kleeb bereitete 2010 auch äusserst erfolgreich die Ablöse von Rolf Schweiger durch Joachim Eder im Ständerat und von Joachim Eder durch Urs Hürlimann im Regierungsrat vor.

Weshalb kehrt ausgerechnet jetzt ein Erzfreisinniger seiner Partei den Rücken? Kleeb gibt sich diplomatisch, spricht dann aber von «unaufrichtigem Verhalten» sowie offenem Widerstand einiger Parteiexponenten und Mandatsträger gegen ihn. Dies habe ihn zu diesem Schritt bewogen. Kleeb ist enttäuscht, wie man mit ihm in den vergangenen Monaten umgegangen ist. «Es scheint, dass man Unternehmertum und Engagement in der FDP des Kanton Zug nicht schätzt. Wir haben offensichtlich ein unterschiedliches Verständnis von liberalem Denken und Handeln.» So mache es für ihn keinen Sinn, «dass ich bei der derzeitigen kantonalen Führung noch Ressourcen für diese Partei aufwende».

Spannende Themen

Tatsache ist: Andreas Kleeb hätte gerne auf der Liste von Bruno Pezzatti für einen Sitz im Nationalrat kandidiert. Schon zweimal hat er sich in der Vergangenheit dieser Wahl gestellt, gereicht hat es nicht. Im letzten Herbst und Frühling musste Kleeb dann feststellen, dass man in den eidgenössischen Wahlen nicht auf ihn setzt. Dies hat ihn sichtlich getroffen. «Im Anschluss habe ich dann eine Auslegeordnung gemacht und bin zum Schluss gelangt, dass ich in der FDP des Kantons nicht mehr willkommen bin.» Es sei keine Kurzschlussreaktion gewesen, «sondern mein Entscheid ist wohlüberlegt».

Ob er der Politik endgültig den Rücken kehrt, ist unsicher. Kleeb: «Es gibt viele spannende Themen, die man angehen muss», sagt er. Denkt er national oder kantonal? «Ich denke da in erster Linie an die kantonalen Finanzen», lässt er sich entlocken. Andererseits schlägt sein Politikerherz natürlich nach wie vor auch national. Auch, weil sich ein solches Amt eher mit seinem Unternehmen vereinbaren lassen würde. Zu welcher Partei fühlt er sich denn besonders hingezogen? Darüber habe er sich noch keine abschliessenden Gedanken gemacht. «Ich werde mir den Schritt sehr gut überlegen, in welchem Umfeld ich das tue.»

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