KANTON: Linke macht nun doch gemeinsame Sache

SP und Alternative wollen mit einer gemeinsamen Liste in die Regierungsratswahlen steigen. Noch fehlt allerdings der Segen der Basis.

Drucken
Teilen
Barbara Gysel an einem Sponsorenlauf. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Barbara Gysel an einem Sponsorenlauf. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Nun also doch: Gestern gaben die Verantwortlichen von SP und Alternative-die Grünen bekannt, dass sie im Herbst die zwei linken Regierungsratssitze gemeinsam verteidigen wollen. Dieser Entscheid fiel nach heftigen Auseinandersetzungen in den letzten Wochen. Über diesen Antrag werden nun noch die Mitgliederversammlungen befinden.

Meinung geändert
Es seien heftige Gespräche geführt worden, bis es zu diesem Entscheid gekommen sei, sagt SP-Präsidentin Barbara Gysel. Das erstaunt wenig: Denn noch vor wenigen Wochen hatten sich mehrere SP-Exponenten über die Alternative verärgert gezeigt, weil diese ihrer Meinung nach interne Details ausgeplaudert hat. Und der Ruf nach einem Alleingang war laut geworden.
Nun aber scheint die SP-Vertretung dennoch klar hinter einer gemeinsamen Liste zu stehen. Gemäss Gysel haben während der Gespräche einige Mitglieder ihre Meinung geändert. Vor allem das Argument, es den Bürgerlichen nicht zu einfach zu machen, hat offenbar gezogen. Nun dürfte es der SVP schwerer fallen, den angestrebten zweiten Sitz zu holen.

Mit drei Kandidaten
Vor allem aber wollen die Sozialdemokraten die zwei linken Sitze in der Exekutive erhalten und gleichzeitig ein SP-Mandat zurückerobern. Deshalb will die Partei mit drei Kandidaten antreten. Wer genau für die Partei antritt, sagte Gysel noch nicht.

Yvonne Anliker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.