KANTON: Neue Dreifachsporthalle für 18,7 Millionen bei der Kanti

Was lange heftig umstritten war, soll nun Wirklichkeit werden: Die Baudirektion hat das Baugesuch für die Dreifachsporthalle in Zug bei der Stadt eingereicht.

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Hier auf dem Kanti-Areal, auf dem heutigen Hartplatz in unmittelbarer Nähe des bestehenden Turnhallentrakts, soll die neue Dreifachsporthalle gebaut werden. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Hier auf dem Kanti-Areal, auf dem heutigen Hartplatz in unmittelbarer Nähe des bestehenden Turnhallentrakts, soll die neue Dreifachsporthalle gebaut werden. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

wh/red. Jetzt soll sie doch noch kommen – die geplante Dreifachsporthalle: Der Kantonsrat hat den entsprechenden Objektkredit von 18,7 Millionen Franken Ende Januar letzten Jahres gutgeheissen. Die Stadt Zug beteiligt sich an den Kosten mit 3 Millionen Franken.

Bekanntlich benötigt die Kantonsschule am Lüssiweg in Zug zusätzliche Räume für den Sportunterricht. Der Kantonsrat hat nach eingehender Debatte und nach Zusatzabklärungen durch die Baudirektion beschlossen, eine Dreifachsporthalle mit Zuschauerbereich für 300 Personen zu bauen.

Jetzt hat die Baudirektion bei der Stadt Zug das entsprechende Baugesuch eingereicht. Geplant ist, im Sommer 2016 mit dem Bau der Dreifachsporthalle mit Zuschauertribüne zu beginnen. Im Oktober 2018 soll die neue Halle dann bezugsbereit sein und an die Vereine übergeben werden können.

Hohe Benutzerfreundlichkeit

Die wettkampftaugliche Dreifachsporthalle der Kantonsschule Zug ist als eigenständiger Baukörper konzipiert und soll sich durch eine hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnen. Sie wird auf dem heutigen Hartplatz, in unmittelbarer Nähe des bestehenden Turnhallentrakts, zu stehen kommen. Die Turnhallen sind hälftig in den Boden gesenkt. Damit lassen sich die Garderoben- und Geräteräume unterirdisch anordnen. Die Dachfläche dient als gleichwertiger Ersatz für den wegfallenden Hartplatz.

Die Räumlichkeiten müssen – so Landammann Heinz Tännler – funktional optimal konzipiert sein und für den Nutzer ein in allen Belangen gutes Umfeld schaffen. Dazu gehören unter anderem ein gebrauchstaugliches Material- und Farbkonzept sowie grosszügige Sichtverbindungen im Innern.

«Benutzerfreundlichkeit, Flexibilität und Zweckmässigkeit sind bei der Gestaltung der Räume sehr wichtig», betont der Baudirektor. Aufgrund sich verändernder Bedürfnisse sollen Räume wo möglich nutzungsneutral geplant werden, «damit sie verschiedenen Gebrauchsbedürfnissen dienen können», ergänzt Heinz Tännler. Die Erschliessung der neuen Halle erfolgt weiterhin über das vorhandene Fusswegnetz sowie die bestehenden Haupt- und Nebeneingänge der Gesamtanlage. So weit so gut. Dabei stand die geplante Dreifachsporthalle, die sich viele Vereine seit langem auf dem Kanti-Areal wünschen, auf der Kippe.

Bürgerliche wollten Halle erst nicht

Grund: Bürgerliche Politiker meinten, so ein Hallenbau sei nicht Sache des Kantons: Die Stadt Zug solle für eine Dreifachsporthalle selbst aufkommen. Mit einer ähnlichen Begründung lehnte auch die Staatswirtschaftskommission (Stawiko) den Antrag der Hochbaukommission des Kantonsrats für eine wettkampftaugliche Dreifachturnhalle ab. Zudem führte die Stawiko ins Feld, dass eine Dreifachsporthalle inklusive Folgekosten zu teuer sei. Selbst der Kredit für alternativ zwei Einzelturnhallen sollte gekürzt werden. Die Linken – SP und die Grün-Alternativen – unterstützten hingegen den Bau und damit auch die Finanzierung der Halle. Ihre Sicht der Dinge lautete: Da die Regierung auf den Ausbau des kantonalen Verwaltungszentrums verzichte, spare man ja 200 Millionen Franken.

Bei der Dreifachsporthalle soll generell grossen Wert auf wartungs- und unterhaltsfreundliche Materialien sowie einen tiefen Energieverbrauch gelegt werden. Für Bauteile mit langer Lebensdauer gilt es laut Heinz Tännler, auf eine solide, schlichte Bausubstanz zu achten. Kurzlebige Bauteile müssten problemlos nachrüstbar sein, damit Anpassungen an veränderte Nutzungsbedingungen über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes auf einfache Weise machbar seien.