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KANTON: Nun blasen die Jäger zur Hirschjagd

Heute beginnt die Pirsch nach dem Hirsch – bei der die Jäger so viele Tiere erlegen dürfen, wie sie können.
Charly Keiser
Wild im Visier: Jäger Urs Schmid (links) beobachtet das Tun am Waldrand – und Fredi Meier versucht, mit einer Mäusepfeife Füchse anzulocken. (Bild Charly Keiser)

Wild im Visier: Jäger Urs Schmid (links) beobachtet das Tun am Waldrand – und Fredi Meier versucht, mit einer Mäusepfeife Füchse anzulocken. (Bild Charly Keiser)

Charly Keiser

Elf Tage lang dürfen die Zuger Patenjäger ab heute auf die Jagd nach Rotwild gehen. Genauer gesagt an den drei Wochentagen Montag, Mittwoch und Samstag. Knapp 150 Jäger – darunter drei Frauen – gehen heuer auf die Pirsch nach Hirsch. Die Anzahl Jäger ist damit in etwa gleich gross wie in den vergangenen Jahren. Wie die Wildzählungen des Frühlings zudem zeigen, ist der Wildbestand gut. Dies trifft sowohl auf Hirsche wie Rehe zu. Letztere dürfen allerdings erst ab Anfang Oktober gejagt werden. Die Bestandsreduktion durch die Jagd soll nicht nur Wildbret auf den Teller bringen, sondern auch die Auswirkungen des Wilds auf die Waldverjüngung auf ein tragbares Mass reduzieren. Denn hoch sind die Wildschäden, die das Wild im Wald verursacht.

Keine Abschusskontingente

Jagdbare Arten der Hirschjagd sind Rot-, Dam- und Sikawild. Faktisch handelt es sich aber nur um Rotwild. Dam- und Sikawild ist nur aufgeführt, damit im Bedarfsfall entwichene Gehegetiere aus Zuchten auf der Jagd erlegt werden dürfen und sich nicht im Wildlebensraum ansiedeln. Zum Abschuss frei sind geweihtragende Hirsche, also Männchen; weibliche Tiere im zweiten Lebensjahr, Schmaltiere genannt, sowie nicht führende Hirschkühe, also keine trächtigen Hirschkühe. Im Rahmen eines Pilotversuchs und zur Verbesserung des Geschlechterverhältnisses der Hirschjagd werden in diesem Jahr die Abschüsse von Schmaltieren und nicht führenden Hirschkühen vom gewichtsabhängigen Gebührenzuschlag befreit. Gejagt wird mit einer Büchse und mit Patronen, die mindestens ein Kaliber von sieben Millimetern aufweisen müssen. An den letzten drei Jagdtagen ist es zudem erlaubt, auch Hirschkälber zu schiessen.

«Und auch die Kälber sind bereits stattliche Tiere», sagt Peter Ulmann, Co-Leiter des Amts für Wald und Wild des Kantons Zug. Es gibt zahlenmässig keine Abschusskontingente für Hirsche, da noch nie zu viele Abschüsse beim Hirschwild erfolgten, wie Ulmann verrät. Während Rehe sehr ortsgebunden sind und meist in einem Umkreis von wenigen hundert Metern auf die Welt kommen und sterben, sind Hirsche Rudeltiere und viel mobiler, erklärt er weiter. «Die können sich schon mal in kurzer Zeit zehn Kilometer verschieben und damit ausweichen, wenn sie den Jagddruck spüren.» Darum habe auch nur jeder fünfte bis zehnte Jäger Weidmannsheil auf der Hirschjagd, fügt Ulmann an. Damit meint der Co-Amtsleiter einen Abschuss, wie das Erlegen eines Wildtieres im Jägerlatein genannt wird. «Wir wären froh, wenn auf dieser Hirschjagd deutlich mehr als 25 Stück Rotwild erlegt würden», betont Ulmann, was praktisch Rekordabschüsse bedeuten würde.

Sicherheit im Vordergrund

«Wir Jäger sind gefordert», resümiert Urs Schmid, Verantwortlicher für die Kommunikation beim Zuger Kantonalen Patentjägerverein. Es sei deren Pflicht, die erforderlichen Abschüsse zu tätigen und zu erreichen. «Dabei geht aber die Sicherheit über alles», sagt Schmid. «Und zwar unsere eigene, wie auch die von Dritten.» Schmid weist darauf hin, dass der Kanton Zug im Bezug auf die bejagbare Fläche die höchste Jägerdichte aller Kantone aufweist. «Auch tummeln sich in den Naherholungsgebieten unseres Kantons an schönen wie weniger schönen Tagen unzählige Leute im Wald und auf den Wiesen. Da sind beiderseitige Vorsicht und Verständnis angesagt.»

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