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Kanton Zug prüft Limite beim Kiesabbau

Die Abbaumenge in den beiden bestehenden Kiesgruben soll im Vergleich zu Vorjahren reduziert werden. Ob allerdings statt neuem Beton tatsächlich mehr Recycling-Beton verbaut wird, ist ungewiss.
Raphael Biermayr

Die abbaubare Kiesmenge im Kanton Zug soll pro Jahr auf 400000 Kubikmeter beschränkt werden. Das schreibt der Regierungsrat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des Kantonsrats Rainer Suter (SVP, Cham). Die Limite verteilt sich auf 230000 Kubikmeter, die bereits heute als Obergrenze für das Abbaugebiet Äbnetwald in Cham gelten sowie 170000 Kubikmeter, die im Kieswerk Betlehem in Menzingen maximal gewonnen werden dürfen. Zum Vergleich: Im bislang letzten veröffentlichten Jahr 2017 lag die Abbaumenge bei 576000 Kubikmetern, der Mittelwert der Jahre 1997 bis 2017 bei 473000 Kubikmetern.

Nicht nur die Abbaumenge war Teil des Fragekatalogs von Kantonsrat Suter. Auch, was die Vorbildfunktion des Kantons Zug als Bauherr in Bezug auf die Verwendung von Recycling-Beton anstelle von neuem Beton anbelangt, hakte er nach. Die zu erwartende Antwort besagt, dass man dieser Forderung aus dem Richtplan bereits nachkomme.

Allerdings sei «qualitativ geeigneter» Recycling-Beton für Hochbauten häufig nicht verfügbar. Und im Strassenbau sei der Einsatz von wiederaufbereiteten Baustoffen infolge der möglichen Gefährdung des Grundwassers nur begrenzt möglich. Gleiches gilt bei Bauwerken mit besonderen Ansprüchen an die Statik, wie etwa Brücken.

Sämtliche Bauten im Kanton betrachtet, bewegte sich der Anteil an Recycling-Baustoffen in den letzten Jahren deutlich unter den Vorgaben aus dem Richtplan, wie aus einer Grafik hervorgeht. So sollte der Anteil vom Jahr 2006 bis zum Jahr 2025 von 12 Prozent auf 22 Prozent steigen. Im Jahr 2017 – weiter führt die Grafik nicht – lag er aber bei weniger als 15 Prozent. Angestrebt waren mindestens rund 18 Prozent. Im Zusammenhang mit dem ab 2025 geplanten Kiesabbau im Gebiet Hatwil/Hubletzen in Cham schlage die Baudirektion eine neue Vorgabe mit dem Ziel vor, den Einsatz von Recycling-Material zu steigern.

Der Kantonsrat Rainer Suter schreibt auf Anfrage unserer Zeitung, dass ihm versichert worden sei, dass bei der Strassenbausanierung künftig auf Recycling-Beton gesetzt werde. Er plane derzeit keine weiteren Eingaben zu diesem Thema.

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