KANTON: So viel kassierten die Zuger Regierungsräte

Nach dem Zuger Stadtrat legt auch die Zuger Regierung ihre Einkünfte offen. Dank den Mandaten der Regierungsräte flossen im letzten Jahr etwas mehr als 100'000 Franken in die Staatskasse.

Drucken
Teilen
Die Zuger Regierungsräte legen ihre Honorare offen (von links): Stephan Schleiss, Matthias Michel, Heinz Tännler, Beat Villiger, Peter Hegglin, Manuela Weichelt-Picard und Urs Hürlimann. Das Bild entstand im letzten Frühling anlässlich eines Besuchs im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Zuger Regierungsräte legen ihre Honorare offen (von links): Stephan Schleiss, Matthias Michel, Heinz Tännler, Beat Villiger, Peter Hegglin, Manuela Weichelt-Picard und Urs Hürlimann. Das Bild entstand im letzten Frühling anlässlich eines Besuchs im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Zuger Regierungsrat geht in die Offensive: Wie angekündigt, hat er am Mittwoch eine Selbstdeklaration ihrer Einkünfte publiziert. Aus dieser wird ersichtlich, welche Honorare in die Staatskasse fliessen und welche Spesen die Regierungsräte erhalten.

Im Grundsatz übt der Zuger Regierungsrat sein Mandat im Vollamt aus, er kann aber aufgrund seines Amtes weitere offizielle Aufgaben übernehmen. Im Gesetz geregelt ist, dass die Regierungsratsmitglieder pro Sitzung 300 Franken erhalten. Die Honorare fliessen jeweils direkt in die Staatskasse.

Das Register der nebenamtlichen Tätigkeiten der Zuger Regierung zeigt, dass im Kanton Zug alles im Rahmen der Gesetze abläuft. «Ich habe von meiner Kollegin und von meinen Kollegen auch nichts anderes erwartet», kommentiert Landammann Beat Villiger die Selbstdeklaration. Die Zusammenstellung belege zudem den grossen zeitlichen Aufwand, den die Mitglieder mit ihren Mandaten für den Kanton Zug leisten.

104'000 Franken aus Sitzungsgeldern

Insgesamt sind im letzten Jahr 104'000 Franken aus Sitzungsgelder der Zuger Regierungsräte in die Staatskassen geflossen. Am meisten Geld steuerte Baudirektor Heinz Tännler (SVP) bei, nämlich 56'000 Franken, gefolgt von Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel (FDP) mit 40'000 Franken und Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP) 5300 Franken. Von Sicherheitsdirektor Beat Villiger (CVP) flossen 2800 Franken in die Staatskasse.

Von den drei Regierungsräten Stephan Schleiss (Bildungsdirektor, SVP), Manuela Weichelt-Picard, Vorsteherin der Direktion des Innern (Alternative - Die Grünen) und Gesundheitsdirektor Urs Hürlimann (FDP) floss kein Geld in die Staatskasse.

Am meisten Geld für Mandate kassierten Peter Hegglin (15'300 Franken), gefolgt von Heinz Tännler (8400 Franken), Matthias Michel (4800 Franken), Beat Villiger (2300 Franken) und Manuela Weichelt-Picard (600 Franken). Keine Entschädigung kassierten Stephan Schleiss und Urs Hürlimann.

rem

Hinweis: Alle Einkünfte aus den einzelnen Mandaten im Detail »