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Der Kanton Zug soll Anschubhilfe für das Zentrum OYM in Cham leisten

In Cham entsteht das Leistungszentrum OYM. Dort können Sporttalente auch die Schulbank drücken. Damit soll das bisherige Modell der Talentförderung abgelöst werden.
Harry Ziegler
Die Bauarbeiten für das neue Zentrum laufen auf Hochtouren. (Bild: Stefan Kaiser, Cham, 16. Mai 2019)

Die Bauarbeiten für das neue Zentrum laufen auf Hochtouren. (Bild: Stefan Kaiser, Cham, 16. Mai 2019)

Die Trägerschaft der OYM («On your marks») College AG in Cham soll vom Kanton Zug einen Beitrag von einer Million Franken à fonds perdu erhalten. Traktandiert ist das Geschäft für die Kantonsratssitzung vom 23. Mai.

Beraten haben das Geschäft inzwischen die vorberatende Kommission sowie die Staatswirtschaftskommission (Stawiko). Beide Kommissionen sind dafür, den Beitrag zu gewähren, wobei die vorberatende Kommission diesen um 200 000 Franken auf die ursprünglich beantragten 1,2 Millionen Franken erhöhen will. In Verhandlungen hätten sich das College und der Kanton Zug später auf einen Beitrag von einer Million Franken geeinigt.

Es wird teurer für den Kanton

Zwar ist nicht im Detail ausgewiesen, was die bisherige Ausbildung im Vinto-Modell (siehe Box) den Kanton kostet. Die laufenden Kosten für die Vinto-Schülerinnen und -Schüler werden beim Kaufmännischen Bildungszentrum angerechnet. Die vorberatende Kommission beziffert die Gesamtkosten seit Aufnahme der Tätigkeit von Vinto im Jahre 2001 mit rund 1,2 Millionen Franken. Im OYM College wird damit gerechnet, dass künftig rund 20 Jugendliche pro Jahrgang mit Schulgeldern in der Höhe der interkantonal vereinbarten Tarife aus der Hochbegabtenvereinbarung finanziert werden. Das wären im Bereich Gymnasium jährlich 21 400 Franken pro Person, im Bereich Berufsbildung jährlich 18 600 Franken pro Person. Das dürfte die Kosten pro Schüler nicht decken. Deshalb werden die Eltern einen Beitrag von 5000 Franken bezahlen müssen. Massgebend, welcher Kanton zu bezahlen hat, ist der Wohnsitz des Jugendlichen. Die Stawiko schreibt dazu in ihrem Bericht: «Fazit ist, dass es für den Kanton Zug teurer wird als bisher.»

Die OYM College AG gilt als Privatschule. Die Aktien sind zu 52 Prozent im Besitz von Hans-Peter Strebel, der den Aufbau des Leistungszentrums als Privatperson mit 100 Millionen Franken finanziert. 45 Prozent der Aktien hält die Sportmittelschule Engelberg und 3 Prozent der EV Zug, dessen Präsident Strebel ist. In der Stawiko wurde die Frage aufgeworfen, wer denn die Verantwortung für das OYM College in Cham trage.

Zumal die Sportmittelschule Engelberg und das College im Bereich der gymnasialen Ausbildung zusammenarbeiten. Das OYM College wird sich für die Organisation zwar an die Sportmittelschule anlehnen, es werde aber für das College in Cham nicht das Obwaldner Recht gelten. Das bedeutet, dass alle Konzepte und Ausbildungspläne der Sportmittelschule übernommen, und falls nötig angepasst werden. «Bewilligungstechnisch muss das OYM College einen unabhängigen Bewilligungsprozess der eidgenössischen Maturitätskommission durchlaufen. Dieser Prozess dauert insgesamt zirka fünf Jahre. Danach gilt das OYM College als eidgenössisch und kantonal anerkannte Maturitätsschule und ist damit eigenständig», heisst es im Stawiko-Bericht. Die Verantwortung für das OYM College liege alleine beim Kanton Zug.

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