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SP-Forderung: Der Kanton Zug soll den Klimaschutz forcieren

Nachdem vor einer Woche über 200 Schüler auf dem Postplatz demonstriert haben, reagieren erste Politiker. Zwei SP-Kantonsrätinnen stellen dem Regierungsrat kritische Fragen zum Klima.
Laura Sibold
Organisator Tim Kilchsperger (links) beim Klimastreik vor dem Zuger Regierungsgebäude. (Bild: Zoe Gwerder (Zug, 18. Januar 2019))

Organisator Tim Kilchsperger (links) beim Klimastreik vor dem Zuger Regierungsgebäude. (Bild: Zoe Gwerder (Zug, 18. Januar 2019))

Vor dem Zuger Regierungsgebäude bot sich am 18. Januar ein nicht alltägliches Bild. Über 200 Jugendliche – mehrheitlich aus den Zuger Kantonsschulen – machten mit Plakaten und mit via Megafon gehaltenen Reden auf sich aufmerksam. Sie forderten von der Politik, sich stärker für den Klimaschutz und die CO2-Reduktion einzusetzen.

Nun finden die Jugendlichen Gehör – in Form eines politischen Vorstosses. Die beiden neuen SP-Kantonsrätinnen Anna Spescha (Zug) und Isabel Liniger (Baar) reichten am 21. Januar eine entsprechende Interpellation beim Zuger Regierungsrat ein.

Regierungsrat wird nach Massnahmen gefragt

Auf internationaler und nationaler Ebene geschehe bezüglich Klimaschutz viel zu wenig, argumentiert Anna Spescha. «Im Dezember scheiterte das CO2-Gesetz im Nationalrat, kurz darauf endete auch der UN-Klimagipfel ohne wirkungsvolle Ergebnisse zu liefern. Es ist daher umso wichtiger, dass sich die Kantone und Gemeinden in gewissen Bereichen fürs Klima einsetzen.» Spescha und Liniger wollen vom Regierungsrat unter anderem wissen, welche Klimaschutz-Massnahmen bereits unternommen wurden und welche auf kantonaler Ebene noch möglich sind.

Ebenfalls fragen sie nach den Zielen des Kantons Zug zur Reduktion der Treibhausgasemissionen und ob der Kanton Zug in klimafreundliche Anlagen investiert. Wichtig seien auch sogenannte ESG-Standards, also die Einhaltung von ökologischen (enviromental) und sozial-gesellschaftlichen Aspekten (social) sowie die Art der Unternehmensführung (Governance), erläutert Spescha. Die Auswirkungen des Klimawandels seien auch im Kanton Zug spürbar, ist die SP-Kantonsrätin überzeugt und weist auf den vergangenen Hitzesommer hin. Vom Regierungsrat will sie erfahren, welche Gefahren durch den Klimawandel auf den Kanton Zug zukommen und wie man die Bevölkerung schützt.

Im Kleinen Grosses bewirken

Ein globales Thema auf kantonaler Ebene anpacken – will man da nicht zu hoch hinaus? Natürlich brauche es Regelungen und Sanktionen auf internationaler und nationaler Ebene, stimmt Anna Spescha zu. «Doch auch im Kanton können wir ansetzen und konkret etwas bewirken, beispielsweise im Bereich der Energieversorgung, der Gebäudeisolation oder beim Umweltschutz.»

Am Zuger Klimastreik von vergangener Woche hat auch SP-Kantonsrätin Isabel Liniger teilgenommen. Es sei eine gute Massnahme, um auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam zu machen, betonen Liniger und Spescha. «Mit der Demonstration haben die Schüler ein Zeichen setzen wollen. Denn es sind die jüngeren Generationen, die letzten Endes unter den Einflüssen des Klimawandels zu leiden haben.» In Zug sind vorerst keine weiteren Klimastreiks geplant. Eine Zuger Delegation wird sich am 2. Februar aber an der Klimademo in Luzern beteiligen.

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