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KANTON: Unterägeri ist mit Blasmusik geflutet

Die Konzertvorträge und zwei glanzvolle Paraden durchs Dorf waren die Highlights des Zuger Musikfestivals. Zudem gab es noch eine viel beachtete ­Premiere.
Die Feldmusik Unterägeri mit Direktor Markus Brazerol genoss den Auftritt besonders. (Bild Werner Schelbert)

Die Feldmusik Unterägeri mit Direktor Markus Brazerol genoss den Auftritt besonders. (Bild Werner Schelbert)

Martin Mühlebach

Es stimmte einfach alles: die Vorträge, das Wetter, das Publikum und nicht zuletzt die Paraden durchs Dorf. Dem Zuger Blasmusikfestival war ein voller Erfolg beschieden. 13 Formationen des Zuger Blasmusikverbandes, vier Jugendmusiken und die Gastformationen aus Abtwil AG sowie aus Filadelfia (Italien) und Heerenveen (Niederlande) boten dem zahlreich aufmarschierten Publikum mehrere musikalische Leckerbissen. In den 15 bis 20 Minuten dauernden Konzertvorträgen in der stets voll besetzten Ägerihalle überraschten die Formationen mit einem frei wählbaren, abwechslungsreichen Programm, das nicht selten mit grandiosen Show­elementen bereichert wurde.

Publikum war begeistert

Kurt Dönni vom Musikverein Rotkreuz (2. Kategorie) fasste nach dem Auftritt zusammen: «Das Publikum und wir sind begeistert. Ob es auch die gestrenge Jury ist, wird sich zeigen. Für uns sind die Kameradschaft und die Geselligkeit ohnehin ebenso wichtig wie die Bewertung.» Und Deborah Annema vom Zuger Blasmusikverband ergänzte: «Es werden keine Ranglisten erstellt, es werden einzig und allein Prädikate verliehen. Jede Formation hat die Möglichkeit, in ihrer Kategorie eine ihrem Können entsprechende Qualifikation zu erlangen.» Die Bandbreite der Konzertvorträge der Harmonie- und Brassband-Formationen liess keine Wünsche offen.

Paraden als Höhepunkte

Das Zuger Blasmusikfestival wurde am Freitagabend mit einer Fahnenweihe festlich eröffnet. Danach sorgten die Gastformationen aus den Niederlanden und aus Italien für eine berauschende Stimmung. Grosse Beachtung fanden auch die 30 Musiker aus den Zuger Blasmusikvereinen, die sich zu einem reinen Klarinettenorchester zusammengeschlossen hatten und unter der Mitwirkung des renommierten Ägerer Klarinettisten Dani Häusler eine gelungene Premiere feierten.

Der absolute Höhepunkt des Blasmusikfestivals waren die am Samstag- und Sonntagnachmittag durchgeführten Paraden durch Unterägeri. Das begeistert und verzückt dicht gedrängt am Strassenrand stehende Publikum klatschte und stampfte im Takt der Melodien. Dem Hünenberger Armin Bühler lief es kalt den Rücken hinunter: «Die Auftritte der Blasmusikformationen haben im Verlauf der letzten Jahrzehnte eine nicht übersehbare und überhörbare Wandlung durchgemacht. Während früher praktisch ausnahmslos Marschmusik Trumpf war, wird heute ein breites Spektrum verschiedener Musikrichtungen zum Besten gegeben.» Und der Menzinger Cyrill Weber gestand: «Die Blasmusik hat mich schon als Kind begeistert. Und ich erfreue mich auch heute noch an den Darbietungen der Blasmusikkorps. In herrlichen Uniformen gekleidet vermögen die Blasmusikanten mein Auge und mein Ohr zu beglücken.» Deborah Annema bringt es schliesslich auf den Punkt: «Für den Zuger Blasmusikverband ist die Organisation und Durchführung des Musikfestivals bedeutend. Dass der Anlass restlos zu begeistern vermochte, erfüllt uns mit Freude und Stolz.»

Freude und Stolz schwangen auch in den Worten von Markus Brazerol mit. Der Direktor der Feldmusik Unterägeri, dem die Ehre zufiel, die Musikparade am Samstagnachmittag mit dem Marsch «Gebirgsfüsilier Bat 48» anführen zu dürfen, gestand: «Wir genossen unser Heimspiel in vollen Zügen. Die im Vorfeld geleistete Arbeit hat sich in allen Teilen gelohnt.»

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