KANTON: Vertrag verärgert Mieterverband

Seit kurzem gilt in Zug ein neuer Mietvertrag. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird er nicht von allen Seiten unterstützt.

Samantha Taylor
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Alain Fuchs: «Der bisherige Vertrag war nicht mehr auf dem neusten Stand.» (Bild: pd)

Alain Fuchs: «Der bisherige Vertrag war nicht mehr auf dem neusten Stand.» (Bild: pd)

Wer im Kanton Zug eine Liegenschaft vermieten möchte, dem steht ein neuer Mietvertrag zur Verfügung. Per Anfang Juli hat der Hauseigentümerverband (HEV) Zugerland mit dem Verband der Immobilientreuhänder Sektion Zentralschweiz das neue Papier eingeführt.

Der Vertrag ersetzt den bisher gültigen, der aus dem Jahr 1992 stammt. Brisant: Der neue Zuger Mietvertrag verfügt im Gegensatz zu seinem Vorgänger über keine paritätische Basis. Mit anderen Worten, er wird nicht mehr vom Hauseigentümerverband und dem Mieterverband gemeinsam herausgegeben. Grund für die Überarbeitung war in erster Linie, dass sich seit 1992 einiges verändert habe. Unter anderem wurde nun das Wohnungsprotokoll von zwei auf sechs Seiten verlängert und der Abschnitt Nebenkosten präzisiert. Ausserdem wird der sogenannte kleine Unterhalt nicht mehr prozentual verrechnet. Neu gibt es eine Pauschale von 190 Franken. Doch genau dieser Punkt stösst dem Mieterverband sauer auf. Der Betrag sei zu hoch, findet er.