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KANTON: Von Norden nach Süden

Brian Porter ist ein Musterexemplar, was seine Disziplin und Liebe für das Schwimmen angeht. Einmal den Zugersee durchschwimmen war sein Traum.
Franziska Klenk
Der gebürtige Kalifornier Brian Porter mag neue Herausforderungen. (Bild Stefan Kaiser)

Der gebürtige Kalifornier Brian Porter mag neue Herausforderungen. (Bild Stefan Kaiser)

Brian Porter wartet ruhig in seinem Stuhl. Man kann sich gut vorstellen, dass er seine Energie voll und ganz in seine Leidenschaft steckt. Der gebürtige Kalifornier ist vor kurzem die Strecke von Zug bis Arth geschwommen. Eine Herausforderung, der er sich schon seit fünf Jahren stellen wollte. Die insgesamt zwölf Kilometer hat Porter in 3 Stunden und 3 Minuten geschafft und dabei während der ganzen Zeit ein Tempo von fast 4 Stundenkilometern eingehalten. Umso beeindruckender ist diese Leistung, wenn man bedenkt, dass Brian Porter mit 57 Jahren nicht mehr ganz der Jüngste ist.

Im November hat er angefangen, sich vorzubereiten, und ist dabei pro Woche zehn bis 15 Kilometer geschwommen. Ab April dann 20 bis 30 Kilometer und ab Mai 30 bis 40 Kilometer, über sieben Tage verteilt. «Bis der See warm genug war, habe ich im Hallenbad Loreto trainiert. Anfang Sommer habe ich angefangen, frühmorgens im Freibad Seeliken zu trainieren und ab 10 Uhr eine zweite Einheit in Walchwil», beschreibt Porter seinen Trainingsplan. Neben dem klassischen Schwimmen hat der 57-Jährige auch ganz gezielt seine Beine mit dem Schwimmbrett gestärkt, hat Sprints zurückgelegt und ist im Hallenbad Intervalle geschwommen.

Ein Leben voller Sport

Brian Porter war schon immer eine Wasserratte. Bereits mit 3 Jahren hat er gelernt zu schwimmen, und mit 4 Jahren versuchte er sich erstmals bei Wettbewerben zu beweisen. Er war schon immer sportlich, bestritt Triathlons und machte vor 30 Jahren sogar den kanadischen Ironman mit. Die zwölf Kilometer lange Strecke ist er jetzt, mit seinen 57 Jahren, schneller geschwommen als die 3,8 Kilometer lange Strecke, die er vor 30 Jahren beim Ironman schwimmen muss. Trotzdem hatte er vor seinem jüngsten Vorhaben etwas Bammel. Seine Angst war, dass er es vielleicht nicht ganz schaffen würde. Doch davon hat sich der Amerikaner nicht entmutigen lassen, denn Porter weiss: «Man muss einfach eine bestimmte Geschwindigkeit einhalten, dann schafft man eine Strecke auch.» Das ist ihm gelungen. Nicht mal eine Pause hat er sich während der drei Stunden gegönnt. Das Einzige war ein Schluck Wasser alle 20 Minuten. «Wir haben eine Halterung an zwei Besenstielen befestigt, worin ein Becher mit Wasser transportiert wurde», erzählt Porter. Das Wasser transportiert haben seine Frau und der Sohn einer Freundin, die ihn beide mit dem Boot begleitet und versorgt haben. Ausser der Ausdauer brauche es aber auch die richtige Technik, um eine solche Strecke zu bewältigen. Porter erklärt, dass man während des Schwimmens seine Techniken variieren müsse, damit man das Tempo halten könne. Das heisst, dass man bestimmte Bewegungen von Zeit zu Zeit verändert. «Zum Beispiel drückt man das Wasser mal weiter unten und mal weiter oben weg», erklärt er. Eigentlich wäre er im Juni bereit gewesen, die Strecke zu schwimmen. Doch da der See noch nicht warm genug war, musste er bis Juli weiter trainieren und auf höhere Temperaturen warten.

Ein jährliches Ereignis

Neben dem Schwimmen wandert Porter gerne und interessiert sich für Wirtschaft. Studiert hat er Engineering und arbeitet als selbstständiger Privatinvestor. «Man muss immer eine Balance zwischen Sport und Arbeit haben», erklärt Brian Porter, der seit 1998 in Walchwil lebt. Der Hobbysportler sieht es als Herausforderung, wenn andere Leute schneller schwimmen. Sie gewinnen seinen Respekt, doch das heisst nicht, dass er die Herausforderung nicht annimmt. Motivierend wirken auf ihn seine Schwimmkollegen, mit denen er im Loreto regelmässig trainiert, sowie seine Frau Daniela, die auch meist mit ihm schwimmt. Ausserdem unterstützt ihn sein Freund Sveto Putincanin, der das Begleitboot organisiert hat.

Brian Porter fände es toll, wenn man aus dieser Strecke ein jährliches sportliches Ereignis machen könnte. Auf die Frage, ob er dadurch auch gerne Geld sammeln würde, reagiert er positiv. Konkrete Pläne hat er aber keine. Noch nicht. «Mal schauen, was noch daraus wird», sagt er schmunzelnd.

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