KANTON: Warum Zuger auswärts entspannen

Wellness ist zeitgemäss und Wellness ist gefragt. In Luzern, Zürich und anderswo gibt es neue Bäder mit viel Spa. Und in Zug?

Susanne Holz
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Auf Rigi Kaltbad hat Stararchitekt Mario Botta einen Wellness-Tempel errichtet. (Bild Pius Amrein)

Auf Rigi Kaltbad hat Stararchitekt Mario Botta einen Wellness-Tempel errichtet. (Bild Pius Amrein)

Wellnesswüste Kanton Zug? Immer wieder hört man Zuger begeistert von ihrem Besuch des Zürcher Thermalbads auf dem Hürlimann-Areal berichten, das mit einem grosszügigen und modernen Wellnessbereich ausgestattet ist. Oder wie sie sich einen schönen Tag auf Rigi-Kaltbad gemacht haben. Mancher stellt sich da die Frage, wieso er den reichen Kanton Zug verlassen muss, um Wellness in stimmungsvoller Ambiance zu geniessen. Abhilfe könnte da einmal das geplante Ägeribad schaffen – wenn sich denn die Stimmbürger von Unter- und Oberägeri am 22. Juni dieses Jahres dafür entscheiden sollten.

Dabei haben in den vergangenen zehn Jahren einige Hallenbäder in der Schweiz wellnessmässig aufgerüstet. Thomas Spengler, Präsident des Verbands der Hallen- und Freibäder, zählt als Beispiele ganz schnell mal die Bäder Schaffhausen, Wallisellen, Pontresina, Davos und Lenzerheide auf. Spengler betrachtet das Wellnessangebot dieser Bäder als zeitgemäss, sozial und nicht zuletzt als finanziell lohnend. Wellness-Bereiche helfen, das Defizit eines Hallenbads zu verringern. Zudem ist gemäss dem Fachmann auch die Nachfrage gross. Spengler ist deshalb überzeugt: «Mit dem Ägeribad wäre der Bedarf im Kanton noch nicht abgedeckt.»