KANTON ZUG: 600 Arbeitslose fanden 2008 eine neue Stelle

Der Zuger Verein für Arbeitsmarkt­massnahmen (VAM) hat im vergangenen Jahr 2755 Arbeitslose betreut - 600 davon konnten erfolgreich in den Arbeitsmarkt vermittelt werden.

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Eine der Massnahmen des VAM für Stellensuchende: der Werkplatz Zug. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Eine der Massnahmen des VAM für Stellensuchende: der Werkplatz Zug. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Arbeitslosenzahlen im Kanton Zug stiegen nach einem guten Start Anfang Jahr im vierten Quartal 2008 stark an.

«Der VAM spürt die Auswirkungen des Konjunktureinbruchs zeitlich etwas verzögert: Bereits im vierten Quartal stiegen die Arbeitslosenquoten wieder. Es wird auch zunehmend schwieriger, stellenlose Personen in den ersten Arbeitsmarkt zurückzu­führen», kommentiert Fredy Omlin, Geschäftsführer VAM, das vergangene Jahr.

«Die Anfang 2008 sinkende und Ende Jahr steigende Anzahl von stellenlosen Personen verlangte vom privat organisierten VAM grosse Anpassungsfähigkeit. Diese wird von uns erwartet.»

Die zuerst sinkende und dann steigende Zahl von stellenlosen Personen verlangte vom VAM grosse Flexibilität, wie die Zuger Volkswirtschafts­direktion in einer Medienmitteilung schreibt.

10 Prozent mehr Stellenlose als im Vorjahr
Im Jahr 2008 beriet und betreute der VAM insgesamt 2'755 stellenlose Personen (2007: 3'117). Trotz der deutlich geringeren Zahl von Klientinnen und Klienten zu Beginn des letzten Jahres hat der VAM im 2008 über 600 Personen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Ebenfalls viel Erfolg hatten die VAM-eigenen Angebote sowie Drittprojekte bei den Arbeitsmarkt­massnahmen.

Als Folge der Zuger Finanz- und Aufgabenteilung erweiterte der VAM zudem seit Anfang 2008 sein Aufgabengebiet: Er übernahm die Funktion aller Zuger Gemeindearbeitsämter als Erstanlaufstelle.

30 Prozent mehr Stellenlose werden erwartet
Als einziger Kanton hat Zug die regionale Arbeitsvermittlung und die Beschäftigung der stellenlosen Personen dem VAM als privaten Anbieter übertragen.

Gianni Bomio, Präsident VAM, erklärt: «Auch das Jahr 2009 wird für den VAM grosse Herausforderungen bringen. Wir rechnen mit einer Zunahme der zu beratenden Personen um rund 30 Prozent. Ein kurzfristiger personeller Ausbau ist nötig und mehrere Angebote werden aufgestockt werden müssen. Anpassungsfähigkeit an die ändernden Anforderungen des Marktes sowie auch Beständigkeit bleiben zwei wesentliche Erfolgsfaktoren.»

Der VAM wird dazu im 2009 ein neues Dokumentenmanagementsystem in Betrieb nehmen. Dieses ermöglicht eine noch effizientere und effektivere Gestaltung der Arbeitsabläufe.

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