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KANTON ZUG: Abgang während der Probezeit

Erneut wirft ein Amtsleiter bei der Direktion des Innern das Handtuch. Dies nach nur wenigen Monaten im Amt.
Charly Keiser
Otto Holzgang (Bild: pd)

Otto Holzgang (Bild: pd)

Charly Keiser

Schon wieder verlässt ein Generalsekretär die Direktion des Innern (DI). Und auch die Medienchefin nimmt den Hut. Was läuft schief im Departement? So berichtete die «Neue Zuger Zeitung» im Februar letzten Jahres auf ihrem Onlineportal. Pikant sei, dass der neuerliche und rasante Abgang des Co-Generalsekretärs nicht kommuniziert worden sei. Genauso wenig wie die Kündigung von Marika Farkas, der damaligen Kommunikationsbeauftragten der DI. «Mit dem Abgang von Denkmalpfleger Artur Bucher nach zehn Monaten seien damit zwei weitere Kadermitarbeiter aus dem Team von Regierungsrätin Manuela Wei­chelt innert Jahresfrist ausgeschieden, resümierte die «Neue Zuger Zeitung» weiter.

Nachfolger wirft das Handtuch

Ende 2015 verliess mit Peter Ulmann, Leiter des Amts für Wald und Wild, ein weiteres Kadermitglied die Direktion des Innern in Richtung Luzern und für dieselbe Funktion. Nachfolger Otto Holzgang trat seine Stelle am 1. Januar dieses Jahres an. «Ich bedaure es sehr, dass ich meine Stelle während der Probezeit kündigen musste, denn in meinem Amt arbeiten gute und engagierte Leute», sagt Otto Holzgang, den unsere Zeitung auf das Gerücht seines Abgangs angesprochen hat. Noch hat die Chefin der Direktion des Innern nicht kommuniziert, dass sie erneut ein Kadermitglied ersetzen beziehungsweise suchen muss.

Ende 2015 schrieb Regierungsrätin Manuela Weichelt in ihrer Medienmitteilung zur Berufung von Holzgang: «Er verfügt über mehrjährige fundierte Erfahrung im Bereich Wild, Fischerei, Natur-, Arten- und Umweltschutz und hat sich gegen eine hohe Anzahl Mitbewerber durchgesetzt.» Otto Holzgang bringe einen sehr grossen Wissens- und Erfahrungsschatz in diversen Themengebieten und auf unterschiedlichsten Ebenen mit. «Er kommt aus der Wissenschaft, kennt aber auch die Verwaltungsabläufe bestens», kommentierte sie den Entscheid zur Anstellung des promovierten Geobotanikers weiter. Holzgang, zuvor neun Jahre in der Luzerner Dienststelle Landwirtschaft und Wald, war zudem federführend bei der Fusion zweier Verwaltungsabteilungen, die er in der Folge während dreier Jahre selber führte.

Unterschiedliche Auffassung

Doch warum quittiert der mit viel Vorschusslorbeeren gestartete Holzgang nach wenigen Monaten den Job bereits wieder? «Regierungsrätin Manuela Weichelt und ich haben unterschiedliche Ansichten bezüglich der Ausrichtung des Amtes und der Art und Weise, wie ich das Amt zu führen habe», begründet der Küssnachter. Weitere Informationen oder eine weiterführende Begründung gab Holzgang zu seiner Kündigung während der Probezeit nicht.

Und was sagt Regierungsrätin Wei­chelt zum Rücktritt? «Es ist richtig, dass Otto Holzgang auf Ende Probezeit per 30. Juni 2016 gekündet hat.» Grund für den Weggang sei die unterschiedliche Auffassung über die Ausrichtung des Amtes für Wald und Wild. Der Weggang sei Anfang Juni intern und gegenüber den externen Partnern des Amts kommuniziert worden. «Das Amt wird interimistisch von der stellvertretenden Generalsekretärin der Direktion des Innern, Raffaella Albione, geführt», antwortet Weichelt auf die diesbezügliche Frage. «Im Prinzip würde die Stelle umgehend wieder ausgeschrieben. Aufgrund der angespannten Finanzlage hat der Regierungsrat aber aussprachehalber entschieden, momentan bei jeder vakanten Amtsleitung zuerst darüber zu diskutieren, ob die Funktion vor einer möglichen Reorganisation von Regierung und Verwaltung 2019 wieder besetzt werden muss.» Es sei auch denkbar, dass ein Amt bis dahin von einer anderen Amtsleitung parallel oder weiterhin ad interim geführt werde, ergänzt Weichelt und sagt: «Diese Aussprache findet erst nach den Sommerferien statt.»

Fehlende Information

Keine Antwort gab Regierungsrätin Manuela Weichelt hingegen auf unsere Frage, warum die Kündigung von Amtsleiter Holzgang nicht kommuniziert worden sei.

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