KANTON ZUG: Baarerin gewinnt ersten «Prix Zivilcourage»

Cornelia Fischer-Roth aus Baar ist die erste Preisträgerin des ersten «Zuger Preises für Zivilcourage». Sie hat bei einem brutalen Raubüberfall interveniert.

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(v.l.): Pius Meier, Gemeindepräsident von Oberägeri; Cornelia Fischer-Roth, Preisträgerin; der Zuger Regierungsrat Beat Villiger. (Bild pd)

(v.l.): Pius Meier, Gemeindepräsident von Oberägeri; Cornelia Fischer-Roth, Preisträgerin; der Zuger Regierungsrat Beat Villiger. (Bild pd)

Es war 2.30 Uhr in jener Samstagnacht im Februar 2009. Mitten in der Stadt Zug schlug eine Gruppe Jugendlicher einen jungen Mann brutal zusammen und raubte ihn aus. Cornelia Fischer-Roth aus Baar beobachtete den Vorfall. Mutig und entschlossen schrie die dreifache Mutter die Jugendlichen an, sofort aufzuhören. Tatsächlich: die Schläger liessen vom Opfer ab und ergriffen die Flucht. Sie konnten kurze Zeit später verhaftet werden.

Nun hat der Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger am 2. Juni in Oberägeri Cornelia Fischer-Roth den «Zuger Preis für Zivilcourage» verliehen und ihr ein Preisgeld von 1000 Franken überreicht. Eine dreiköpfige Jury unter dem Vorsitz von Regierungsrat Villiger, hatte aus rund 20 Nominierten sie als Gewinnerin ausgewählt.

2010 hat Oberägeri das Patronat
Der Kanton Zug hatte im Rahmen des Projektes «Gemeinsam gegen Gewalt» mutige Menschen gesucht, die engagiert und uneigennützig handelten, um anderen Menschen zu helfen.

Nun soll jedes Jahr eine andere Zuger Gemeinde das Patronat für die Preisverleihung übernehmen. Für das laufende Jahr hat sich die Gemeinde Oberägeri dazu bereit erklärt. Das Preisgeld für den Preis 2010 wird je zur Hälfte durch die Gemeinde Oberägeri und den Kanton Zug finanziert.

ana