KANTON ZUG: Besorgnis über die drohende Verkehrslawine

Der Zuger Kantonsrat fürchtet sich vor Mehrverkehr in Cham, Hünenberg und Rotkreuz, wenn die Autobahn A4 durchs Knonaueramt eröffnet wird. Die Autobahn-Fortsetzung im Kanton Zug wird wohl noch längere Zeit nicht auf sechs Spuren ausgebaut.

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Der Zuger Kantonsrat fürchtet, dass sich die Autos künftig auf der A4 stauen. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Zuger Kantonsrat fürchtet, dass sich die Autos künftig auf der A4 stauen. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Wenn 2010 die Autobahn durchs Knonaueramt eröffnet wird, dürfte gemäss Prognosen die A4 von der Blegikurve in Cham bis zur Verzweigung Rütihof in Rotkreuz täglich von 85'000 Fahrzeugen benutzt werden. Dies sind 20'000 mehr als heute.

Dadurch droht ein Verkehrskollaps. Auf den Ausbau des Autobahnteilstücks auf sechs Spuren müsse noch längere Zeit gewartet werden, kündigte Baudirektor Heinz Tännler (SVP) am Donnerstag im Kantonsrat an. Der Bund entscheide erst 2011 über den Kredit für den Sechsspurausbau.

Der Kanton Zug sei mehrmals in Bern vorstellig geworden mit dem Anliegen, der Ausbau sei zu forcieren. Beim Bund, der allein zuständig sei, habe es Verzögerungen gegeben. Nun habe der Kanton Zug «keine Möglichkeiten mehr, das Verfahren zu beschleunigen», sagte Tännler in seiner Antwort auf einen Vorstoss der CVP.

Die Fraktionen nahmen die Verzögerung des Ausbauprojektes mit Bedauern zur Kenntnis. Lob erntete der Baudirektor mit der Ankündigung, eine Vorfinanzierung durch den Kanton Zug werde geprüft. Diese stehe zur Diskussion, wenn sich der Baubeginn dereinst wegen fehlender finanzieller Mittel beim Bund verzögern sollte.

sda