KANTON ZUG: Cham will nicht mehr Kiesabbau in Gemeinde

Der Chamer Gemeinderat wehrt sich gegen eine Ausdehnung des Kiesabbaus in der Gemeinde. Er fordert den Regierungsrat auf, entsprechende Richtplananpassungen nicht vorzunehmen.

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Das Gebiet Hatwil/Hubletzen soll ein neues Kies-Abbaugebiet werden. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Das Gebiet Hatwil/Hubletzen soll ein neues Kies-Abbaugebiet werden. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Nach Ansicht des Gemeinderates ist die zur Diskussion stehende Landschaft schützenwert und ökologisch äusserst wertvoll. Zudem leiste die Gemeinde Cham bereits einen erheblichen Beitrag zur Kiesversorgung des Kantons, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde vom Donnerstag.

Ausserdem besteht im Kanton Zug nach Ansicht des Gemeinderates kein Kiesnotstand. Die Sicherung von zusätzlichen Gebieten mit einem langfristigen Planungshorizont (2040) sei nicht nur unnötig, sie mache auch raumplanerisch wenig Sinn. Prognosen bezüglich Bevölkerungswachstum, Bautätigkeit, Auswirkungen einer absehbaren Ressourcenverknappung seien kaum möglich.

Zur langfristigen Sicherung der Kiesversorgung sollen nach dem Willen des Regierungsrates die bestehenden Chamer Abbaugebiete erweitert und zusätzlich im Gebiet Hatwil/Hubletzen ein neues Abbaugebiet geschaffen werden.

Das Gebiet Hatwil/Hubletzen soll zunächst als Zwischenergebnis gesichert werden. Über die definitive Festsetzung soll in fünf bis zehn Jahren entschieden werden. Ein Teil dieses Gebiets (Hatwil) ist bereits im jetzigen Richtplan als Zwischenergebnis eingetragen.

Ausserdem ist die Arrondierung von fünf bestehenden Kiesabbaugebieten im Kanton Zug geplant, darunter die Chamer Gebiete Äbnetwald West und Hof Süd.

Cham wehrt sich bereits seit Jahren gegen weiteren Kiesabbau auf Gemeindegebiet. Deshalb spricht sich der Gemeinderat auch mit aller Vehemenz gegen die geplanten Richtplananpassungen aus.

sda