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KANTON ZUG: Das trockene Wetter hat erste Folgen

Die vielen Sonnenstunden und milden Temperaturen in den vergangenen Wochen machen der Natur und den Landwirten zu schaffen. Wann Besserung folgt, ist derzeit schwer prognostizierbar.
Zoe Gwerder und
Die Lorze oberhalb der Spinnerei in Baar führt wenig Wasser. (Bild: Werner Schelbert (11. April 2017))

Die Lorze oberhalb der Spinnerei in Baar führt wenig Wasser. (Bild: Werner Schelbert (11. April 2017))

Im Kanton Zug hat es seit mehreren Wochen nicht mehr stark geregnet. So sind die Pegel des Zugersees sowie des Ägerisees in den vergangenen 20 Tagen um 15 Zentimeter respektive beim Ägerisee um 20 Zentimeter gesunken. «Auch bei der Lorze sieht man dieselbe Tendenz wie bei den Seen», sagt Bruno Mathis. Er ist Abteilungsleiter Wasser beim kantonalen Amt für Umweltschutz. Wie er sagt, hatten sich die Gewässer und die Grundwasserspiegel nach dem aussergewöhnlich trockenen Winter mit den Niederschlagsmengen im Februar und im März leicht erholt. Nun habe sich das Bild wieder etwas verdüstert. «Es liegt aber noch immer in einem Bereich, in dem es keinen Grund zur Besorgnis gibt.»

Gemäss Aussagen der Wasserwerke Zug sind auch die Erträge aus den Quellen sowie die Grundwasserpegel rückläufig. Dies aber nicht in einem kritischen Ausmass, wie Sprecher Robert Watts erklärt.

Waldbrandgefahr in Teilen der Zentralschweiz

Vom spärlichen Niederschlag betroffen sind auch die Wälder. So brannte es gestern in einem Wald oberhalb von Gersau im Kanton Schwyz (Seite 33). Der Kanton Zug hat noch keine Warnung publiziert. Gemäss Angaben des Amtes für Wald und Wild besteht keine Waldbrandgefahr. Ein Feuerverbot wird derzeit nicht in Betracht gezogen. Anders ist die Lage unter anderem in den Zentralschweizer Kantonen Luzern und Obwalden, wo die Gefahrenstufe 3 ausgesprochen wurde und die Bevölkerung gemahnt wird, sorgfältig mit Feuern im Wald und in dessen Nähe umzugehen.

Auch in der Landwirtschaft spürt man die Folgen des Wetters. So sind aufgrund der trockenen und milden Wochen diverse Obstkulturen zwei bis drei Wochen in ihrer Entwicklung voraus. Gleichzeitig fehlt es an Feuchtigkeit. «Der Pflanzenbau braucht dringend Wasser», sagt Martin Pfister, Rektor am landwirtschaftlichen Bildungszentrum Schluechthof Cham. Zum einen wegen der Feuchtigkeit, zum andern wegen der Nährstoffe. «Vor allem der Weizen und der Raps benötigen dringend Wasser, damit der Dünger und die Gülle, die vor mehreren Wochen auf den Feldern ausgetragen wurden, in die Böden geschwemmt werden. Weil der Regen fehlt, liegen Dünger und Gülle derzeit einfach auf den Böden auf und gelangen nicht zu den Wurzeln», erklärt Pfister weiter. Ideal wären für die Landwirtschaft zwei bis drei Regentage. «Bleibt der Regen noch länger aus, wird es wohl bei Weizen und Raps ein ertragsschwaches Jahr.»

Eine mögliche Entspannung der Situation ist auf Ostern ersichtlich. Ob es bei den prognostizierten Schauern ausreichend Wasser auf die trockenen Böden gibt, ist noch unklar, wie der Meteorologe Roger Perret von Meteo­ News sagt. «Es ist zwar klar, dass es nass wird. Wie viel Regen dass es sein wird, können wir noch nicht einschätzen.»

Zoe Gwerder und

Samantha Taylor

redaktion@zugerzeitung.ch

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