Kanton Zug
Der Erstplatzierte des Zuger Jungunternehmer-Preises setzt auf erneuerbare Energien

Die Verleihung wurde digital aus Steinhausen übertragen. Mit der Convoltas AG gibt es einen klaren Sieger.

Hansruedi Hürlimann
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Die Preisträger (von links): Romano Ricciardi (Solicare AG), Enrico Anderes (Convoltas AG), Michael Rinderli (Deine Lieblingsfirma).

Die Preisträger (von links): Romano Ricciardi (Solicare AG), Enrico Anderes (Convoltas AG), Michael Rinderli (Deine Lieblingsfirma).

Bild: Technologie Forum Zug/PD (Steinhausen, 27. Mai 2021)

Mit viel Engagement stellten die zwei weiblichen und sechs männlichen Jungunternehmer dem virtuell anwesenden Publikum in einem dreiminütigen Referat ihr Unternehmen im Steinhauser Gemeindesaal an Donnerstagabend, 27. Mai, vor. Anschliessend konnte eine Expertengruppe Fragen stellen, um das Gesagte zu vertiefen. Die gebündelten Informationen – auf Schweizerdeutsch, Hochdeutsch und Englisch – erforderten die volle Aufmerksamkeit der Zugeschalteten, da sehr unterschiedliche Geschäftstätigkeiten beleuchtet wurden.

Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, welche die einzelnen Start-ups auszeichnen. Stichworte wie Innovation, Nachhaltigkeit, Gesamtlösungen oder Schonung von Ressourcen sind tragende Pfeiler aller Firmen. Gleichzeitig wurde an diesem Anlass einmal mehr deutlich, dass der Standort Zug ein Hotspot ist für Unternehmungen, die diesen Anforderungen genügen wollen.

Auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

Die vom Technologie Forum Zug organisierte Preisverleihung fand zum zweiten Mal mit virtueller Stimmabgabe statt. Der mit 5000 Franken dotierte erste Preis erhielt die Firma Convoltas AG aus Baar. Sie bezeichnet sich als ein «Energie-Generalunternehmen, das auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit» setzt. Die 2019 von Enrico Anderes gegründete Einzelfirma ist heute eine Aktiengesellschaft, spezialisiert auf die Planung, den Bau und Unterhalt von grossen Anlagen der Fotovoltaik. Mit sichtlichem Stolz berichtete der Geschäftsführer davon, dass die Firma einen 14-prozentigen Ertrag auf das eingesetzte Kapital erzielt.

Der zweite, mit 2000 Franken dotierte Preis ging an die Solicare AG aus Baar. Ihr Anliegen ist die finanzielle Entschädigung von Menschen, die ihre Angehörigen pflegen. Als Experten von Spitex rechnen sie die Leistungen in der Grundpflege mit der zuständigen Versicherung ab.

Den dritten Preis von 1000 Franken erhielt das Unternehmen mit dem etwas neckischen Namen «Deine Lieblingsfirma» aus Zug. Es sind Velokuriere, die mit dem Bike leckere Snacks, Drinks und Glaces dorthin liefern, wo sie der Kunde haben will. Für die Auslieferung ist eine App im Einsatz, überdies müssen die Biker flexibel und wohl auch wettertauglich sein.

Überzeugung und Mut zum Risiko

Von den verbleibenden fünf Start-ups sind deren vier stark mit dem IT-Bereich sowie dem innovativen Technologietransfer verlinkt. Etwas speziell ist die FQM Consulting, eine Firma, die bei der Entwicklung von neuen Lebensmitteln behilflich ist und sie zur Marktreife führt. Mit virtuellen Avataren konnten sich die Netzwerker im Saal bewegen und mit der gewünschten Person oder Personengruppe online kommunizieren.

Während die Preisträger ermittelt wurden, gab es unter den Experten ein Gespräch darüber, was denn Jungunternehmer besonders auszeichne. Kreativität, Mut und Umsetzungskraft wurden als drei wesentliche Eigenschaften genannt. Hinzu kommt eine unerschütterliche Überzeugung für das, was man in Angriff nimmt und die Bereitschaft zum Risiko. Die grosse Zahl von Bewerbern, die sich für den diesjährigen Jungunternehmer-Preis angemeldet hat, stimmt das Technologie Forum für die Zukunft optimistisch. Im nächsten Jahr findet der Anlass dann hoffentlich wieder mit Publikum im Saal statt, wo man danach auf den Erfolg mit einem Gläschen anstossen kann.