Kanton Zug
Die Coronaimpfung gibt es jetzt auch beim Hausarzt – aber nicht bei jedem

Ab dem 9. März können sich auch Personen im Alter von 65 bis 74 Jahren impfen lassen. Zudem startet ein Pilotprojekt.

Cornelia Bisch
Drucken
Teilen

Im Kanton Zug haben laut Angaben der Gesundheitsdirektion bereits über 10'000 Personen mindestens eine Covid-19-Impfdosis erhalten. Somit können ab dem 9. März die ersten Termine auch für 65- bis 74-Jährige vereinbart werden. «Wir sind froh, trotz weiterhin knapper Impfstoffverfügbarkeit die Impfung jetzt auf die nächste Bevölkerungsgruppe ausweiten zu können. Es ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Pandemie-Bekämpfung», führt Gesundheitsdirektor Martin Pfister in einer Mitteilung aus. Wer einen Termin im Impfzentrum vereinbaren will, kann das nach wie vor online tun. Auf der Website befinden sich die stets aktuellen Informationen.

Ärzte treten in Kontakt mit ihren Patienten

Am 9. März beginnt laut Mitteilung zudem ein Pilotprojekt für Impfungen in ausgewählten Hausarztpraxen. Elf Arztpraxen, die im gesamten Kantonsgebiet verteilt seien, führen nun Covid-19-Impfungen durch. Die Namen der Praxen werden im Schreiben der Gesundheitsdirektion nicht genannt. «Die Arztpraxen bieten dabei Patientinnen und Patienten aktiv für eine Impfung auf, eine Kontaktaufnahme durch impfwillige Personen ist nicht nötig», heisst es lediglich. «Wir haben uns für diese Vorgehensweise entschieden, damit die Ärzte nicht überrannt werden», erklärt Martin Pfister. Die Ärzte würden Vorerkrankungen und Alter ihrer Patienten kennen und wissen, welche von ihnen in Frage kämen. «Die Pilotphase wird zeigen, mit welchem Aufwand die Abgabe von Impfdosen für die Ärzte verbunden ist und wie effizient sich dies gestaltet», führt Pfister aus.

Voraussichtlich werden bald weitere Zeitfenster geöffnet

Momentan warten noch 1377 Personen mit höchstem Risiko auf eine Impfung, total sind 18'408 für eine Impfung angemeldet. «Dabei handelt es sich natürlich auch um junge, gesunde Menschen, die sich schon einmal für eine Impfung registriert haben», stellt Pfister klar. Sämtlichen Angemeldeten mit höchstem Risiko werde die Impfung noch bis Mitte März verabreicht.

«Wenn alles gut läuft, können wir im Verlauf des Monats April ein weiteres Zeitfenster öffnen für Personen mit leichteren Vorerkrankungen und ab Ende April für Personen des Gesundheitswesens.» Im Mai und Juni, wenn voraussichtlich grössere Mengen Impfstoff zur Verfügung stünden, könne grossflächiger geimpft werden. «Das Impfzentrum Baar verabreicht heute zirka 300 Dosen pro Tag. Die Kapazität könnte auf rund 1400 Dosen pro Tag erhöht werden», schliesst Pfister.

Aktuelle Nachrichten