Kanton Zug
Die diesjährigen Denkmaltage sind der Freizeit gewidmet

Die ausgewählten Objekte erlauben laut den Behörden «einen besonders unbeschwerten Zugang zum Thema Kulturgüterpflege» und zeigten die grosse Vielfalt unseres baukulturellen Erbes.

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Die Scheinwerfer der diesjährigen Denkmaltage vom 10. und 11. September im Kanton Zug richten sich auf historisch bedeutsame Bauten, die im Kontext des Mottos «Freizeit» stehen.

Einer der Schauplätze ist das Papieri-Areal in Cham, das derzeit einen interessanten Wandel erlebt. Auf dem 11 Hektar grossen Gelände entstehen moderne Bauten mit Wohnungen und Gewerberäumen und wird gleichzeitig historischer Baubestand bewahrt und zu neuem Leben erweckt, teilt die kantonale Direktion des Innern mit.

Zugang zum Gelände der Villa Solitude

Ein Spaziergang führt das Publikum zudem entlang des Chamer Seeufers von der Täubmatt über die Villette bis zum Schlosspark St.Andreas. Besichtigt werden kann unter anderem das repräsentative Bootshaus der Villa Solitude sowie das «Castellino» von St.Andreas und weitere Stätten der Freizeitnutzung am Zugersee, die auf das 19. und 20. Jahrhundert zurückgehen.

Das eindrückliche Castellino von St.Andreas kann auf dem Chamer Architekturspaziergang besichtigt werden.

Das eindrückliche Castellino von St.Andreas kann auf dem Chamer Architekturspaziergang besichtigt werden.

Bild: Postkarte Archiv Zuger Denkmalpflege

Ein zweiter Spaziergang steht unter dem Motto «Freie Zeit im öffentlichen Raum» und findet in Zug statt. Vom Kunsthaus geht es durch die Altstadt entlang der Seepromenade zum Bistro Quai Pasa. Unterwegs macht man Halt in Gassen, an Strassen, auf Plätzen und vor Kunstwerken, teilen die Veranstalter mit.

Führungen zu historischen Bauten, die im Wandel sind

Richtung Zugerberg bewegen muss sich, wer erfahren will, was mit der ehemaligen Trinkhalle passiert, die auf dem Gelände des Instituts Montana steht und einst ein Nebengebäude der ehemaligen «Curanstalt Schönfels» war.

Die denkmalgeschützte Trinkhalle auf dem Zugerberg (Montana) wurde sorgfältig demontiert und wiederaufgebaut.

Die denkmalgeschützte Trinkhalle auf dem Zugerberg (Montana) wurde sorgfältig demontiert und wiederaufgebaut.

Foto: Sabine Windlin

Eine interessante Geschichte zu erzählen hat laut der Mitteilung auch das Werkstattgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert auf dem Areal des Lassalle-Hauses in Edlibach.

Das Werkstattgebäude im Lassalle-Park bei Edlibach erfuhr ebenfalls eine sanfte Sanierung und steht in Kürze für eine neue Nutzung parat.

Das Werkstattgebäude im Lassalle-Park bei Edlibach erfuhr ebenfalls eine sanfte Sanierung und steht in Kürze für eine neue Nutzung parat.

Bild: Sabine Windlin

Die Bevölkerung ist überdies auch zum Denkmal-Apéro eingeladen. Dieser findet am Samstag von 11.30 Uhr bis 13 Uhr auf dem Papieri-Areal im «Langhuus» statt. Der Regierungsrat Andreas Hostettler, Chams Gemeinderat Rolf Ineichen und die Denkmalpflegerin Karin Artho sind zugegen. (bier)

Für gewisse Aktivitäten des Programms ist eine Onlineanmeldung vonnöten.