KANTON ZUG: Die Holzfeuerungskontrolle wird eingeführt

Um die Luft rein zu halten, müssen Holzfeuerungen mit weniger als 70 Kilowatt Leistung im Kanton Zug ab 1. Januar 2010 kontrolliert werden.

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Verkohlte Holzscheite. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Verkohlte Holzscheite. (Archivbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Holz ist ein erneuerbarer Brennstoff, klimaneutral und lokal verfügbar. Die Holzverbrennung ist deshalb erwünscht, schreibt die Zuger Baudirektion in einer Mitteilung. Das Problem: falsch betriebene, schlecht gewartete und alte Holzfeuerungen verursachen erhebliche Mengen an Luftschadstoffen. Neben den gasförmigen Schadstoffen und Kohlenwasserstoffen ist der Feinstaub besonders gesundheitsschädlich.

Durch verbotene Brennstoffe wie beispielsweise Bretter, Balken, Harassen, Paletten oder Hauskehricht , entstehen zusätzlich giftige Dioxine, Schwermetalle und Salzsäure.

Zug startet mit Nidwalden als letzter Kanton
Die Zentralschweizer Kantone sorgen sich gemeinsam um die Luftreinhaltung und beschlossen ein Vorgehen zur Minderung der Emissionen aus Holzfeuerungen. Die gesetzlich vorgeschriebene periodische Holzfeuerungskontrolle wird in der Zentralschweizt mit einer Sichtkontrolle und der Entnahme einer Aschenprobe umgesetzt.

In den Kantonen Uri, Luzern und Schwyz wird die Holzfeuerungskontrolle nach dem Zentralschweizer Modell bereits seit 2008, in Obwalden seit 2009 durchgeführt. Zug und Nidwalden starten 2010. Im Kanton Zug rechnen die Gemeinden mit etwa 1200 kontrollpflichtigen Anlagen.

ana