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KANTON ZUG: Die Nordmanntanne ist die beliebteste

Der Christbaumverkauf läuft derzeit im Kanton auf Hochtouren. Die Zugerinnen und Zuger folgen dabei auch in diesem Jahr wieder einem altbewährten Trend.
Rahel Hug und Samantha Taylor
Rebecca Diethelm aus Sattel verkauft Christbäume auf dem Bundesplatz. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 19. Dezember 2017))

Rebecca Diethelm aus Sattel verkauft Christbäume auf dem Bundesplatz. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 19. Dezember 2017))

Rahel Hug und Samantha Taylor

redaktion@zugerzeitung.ch

Weihnachten ohne Christbaum? Für viele ist dieses Szenario kaum vorstellbar – die Tanne in der Stube gehört zu Heiligabend wie die Guetzli oder die Geschenke. Beda Schlumpf, der Besitzer der Vorderhöfe in Steinhausen, bestätigt dies: «Der Stellenwert des Weihnachtsbaumes ist hoch. Für viele Familien, besonders jene mit kleinen Kindern, ist die Auswahl geradezu ein Ritual.» Aus diesem Grund setzt der Unternehmer seit bald 15 Jahren auf die persönliche Auslese. Das heisst, Kunden können in der Christbaumanlage den noch nicht gefällten Baum für sich reservieren.

Rund 35'000 Bäume, von klein bis gross, befinden sich gesamthaft auf der Christbaumkultur von Schlumpf. Pro Jahr gehen zwischen 2000 und 2500 Bäume über die Verkaufstheke. Mit dem diesjährigen Geschäft ist Beda Schlumpf zufrieden, «trotz des schlechten Wetters», wie er sagt. Einen Wermutstropfen gibt es aber. Die acht Spezialsorten, die er eigentlich im Angebot hätte, fehlen diese Saison. Schuld ist der Spätfrost im Frühjahr. «Wegen Frostschäden fallen diese Sorten, unter anderem die Coloradotanne, aus», so Schlumpf.

Lange haltbar und nadelt kaum

Der persönliche Kontakt zu den Käufern ist auch auf dem Böschhof in Hünenberg wichtig. Hier werden bereits in dritter Generation Christbäume gezüchtet. Am traditionellen Baumverkaufs- tag – dieses Jahr am vergangenen Samstag – werden die Tannen direkt im Böscherwald geschnitten und verkauft. Frischer geht also kaum. Michael Werder, der den Betrieb führt, bestätigt einen Trend, der sich schon seit Jahren zeigt: Die Nordmanntanne ist der beliebteste Weihnachtsbaum. «Weil sie recht lang hält und die Nadeln nicht so schnell verliert.» Bis allerdings ein Baum parat für den Transport in die Stube ist, braucht es Geduld. «Fünf bis sechs Jahre dauert es, bis eine Tanne die Grösse von 1 bis 1,5 Meter erreicht», sagt der Leiter des Böschhofs. Heutzutage seien grosse Bäume gefragt. «Unter 1,8 Meter geht fast nichts», erklärt er. Und was rät Werder den Kunden, damit der Weihnachtsbaum möglichst lange frisch bleibt? «Man sollte den Stamm nicht komplett abspitzen, denn die Rinde saugt das Wasser auf.» Ebenfalls sei es wichtig, den Baum langsam an die Wärme zu gewöhnen – «etwa, indem man ihn zuerst einen Tag lang in der Garage stehen lässt».

Diese Tipps gibt auch Alois Diethelm-Gwerder. Er hat seine Christbaumkultur im Sattel, verkauft die Bäume aber seit über 25 Jahren in der Adventszeit auf dem Stadtzuger Bundesplatz. «Ich habe auch schon gehört, dass man die Bäume in Zuckerwasser oder Wasser mit Bier einstellen soll», berichtet er. Ob das aber funktioniere, könne er nicht sagen. «Wasser allein ist auch gut», sagt er. Wenn ein Baum gut gepflegt werde, halte er zwei bis drei Wochen. Es hänge aber immer auch davon ab, wie frisch geschlagen er sei. Diethelm bestätigt ausserdem den anhaltenden Trend zu den Nordmanntannen. «Diese Sorte ist auch heuer die beliebteste. Das hat seine Gründe: Sie ist gut haltbar, nadelt kaum und sticht nicht», zählt er die Vorteile auf.

24 Hektaren Christbäume

Auf dem Matthof in Baar findet man ebenfalls eine grosse Auswahl an Weihnachtsbäumen. Auch hier hat die Kultur unter dem Frost im Frühjahr gelitten, wie Ursi Langenegger-Stamm sagt. «Einige neue Triebe sind verfroren.» Ob die Käufer vermehrt darauf achten, dass der Baum aus der Region stammt? Dies kann Langenegger nicht direkt bestätigen. «Von unseren Kunden hören wir das, ja. Aber ob das generell so ist, weiss ich nicht. Es werden ja doch immer noch zahlreiche Christbäume aus dem Ausland importiert.»

Laut Zahlen des kantonalen Amtes für Landwirtschaft aus dem Jahr 2015 werden im Kanton Zug auf rund 24 Hektaren Christbäume angebaut. Diese Zahl ist seit Jahren stabil.

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