Kanton Zug

Die Zukunft des Demenzangebots Amnesia ist gesichert

Der beratende und unterstützende Dienst für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen wird in das Psychiatriekonkordat Triaplus AG integriert.

Drucken
Teilen

(bier) In den vergangenen Jahren wurde mit dem Projekt Amnesia ein neuer geriatrischer Dienst für Zugerinnen und Zuger mit Demenz und deren Angehörigen installiert. Die Idee für dieses Angebot geht auf die Initiative des Zuger Hausarztes Hansruedi Kühn und der Familie Larsson zurück, denen das Thema laut einer Mitteilung «aus persönlichen Gründen am Herzen lag». Aus diesem Grund hat die Familie Larsson-Rosenquist Stiftung auch seit 2016 die Finanzierung des Angebots übernommen und dieses aktiv mitentwickelt.

Es sei das erklärte Ziel der Familie Larsson-Rosenquist Stiftung gewesen, nach mehrjähriger Finanzierung und Unterstützung das Angebot in die Hände der Gemeinden zu legen. Daher galt es unter der Federführung der Kommission Langzeitpflege der Zuger Einwohnergemeinden in den letzten Monaten neue Wege und Lösungen für die organisatorische und finanzielle Zukunft zu finden – mit dem Ergebnis, dass nun für beides eine nachhaltige Lösung gefunden werden konnte. Ab 1. Januar 2021 wird die organisatorische Verantwortung von Amnesia an den Leistungsträger Triaplus AG übertragen. Die beiden Fachberaterinnen werden weiterbeschäftigt.

Laut Mitteilung würden die elf Zuger Gemeinden zukünftig gemeinsam die Finanzierung sicherstellen. Roland Zerr, der Präsident der Kommission Langzeitpflege, wird folgendermassen zitiert:

«Es freut mich sehr, dass wir nach intensiven Gesprächen und Abklärungen eine zukunftsweisende Lösung gefunden haben. Der Entscheid, die Finanzierung durch die elf Zuger Gemeinden unterstreicht zudem, welche Wichtigkeit das Angebot von Amnesia heute im Gesundheitswesen des Kantons Zug einnimmt.»

1600 Betroffene im Kanton Zug

Zurzeit leben laut Mitteilung etwa 1600 Menschen im Kanton Zug mit einer Form von Demenz, schweizweit seien es schätzungsweise 128'000 Menschen. Für die Hälfte der betroffenen Zugerinnen und Zuger sei ein selbstständiges Leben zu Hause nicht mehr möglich. Sie werden in den Alters- und Pflegeheimen des Kantons umsorgt. Etwa 800 Personen könnten weiterhin in ihrem gewohnten Umfeld leben und würden von Angehörigen und ambulanten Diensten im Alltag unterstützt.

Es sei wichtig, dass Angehörige früh und proaktiv mit einer Fachstelle Kontakt aufnehmen und durch eine rechtzeitige Bedarfsabklärung «Eskalationen» verhindert werden können. Um die Arbeit und das Angebot bekannter zu machen, haben die Verantwortlichen zwei Filme darüber gemacht: