KANTON ZUG: Engagement für ältere Arbeitskräfte wird fortgesetzt

Der Zuger Regierungsrat will das Legislaturziel "Nutzung des Potenzials der älteren Bevölkerung" trotz Entlastungsprogramm weiter verfolgen. Die immer älter werdende Bevölkerung biete Chancen - auch auf dem Arbeitsmarkt.

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Viele Arbeitnehmer erhalten nächstes Jahr gleich viel Lohn wie in diesem. Ein Mitarbeiter eines Tessiner Industriebetriebs. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

Viele Arbeitnehmer erhalten nächstes Jahr gleich viel Lohn wie in diesem. Ein Mitarbeiter eines Tessiner Industriebetriebs. (Symbolbild) (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

Heutzutage würden die Menschen gesund und fit älter als alle Generationen zuvor, schreibt die Direktion für Bildung und Kultur in einer Mitteilung vom Montag. Diese Entwicklung und die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative führten zu neuen Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt.

Zum einen steige der Pool der älteren Arbeitnehmenden und Pensionäre stetig und überproportional an. Zum andern würden in Zukunft Fachkräfte nicht einfach aus dem Ausland rekrutiert werden können.

Mit der direktionsübergreifenden Kampagne "Alter hat Potenzial" will der Regierungsrat stereotype und negativ besetzte Bilder über das Altern und die älteren Arbeitskräfte und Pensionäre aufbrechen und deren Potenziale bei den verschiedensten Zielgruppen in den Vordergrund rücken. Gleichzeitig sollen neue Bilder von Berufskarrieren und Lebensentwürfen aufgezeigt werden.

In einem ersten Forum sollen alle Anspruchsgruppen für Gespräche an einem "runden Tisch" gewonnen werden. Eingeladen dazu sind Wirtschaftsverbände, Arbeitnehmervertretungen, Gemeinden sowie gemeinnützige Organisationen wie Pro Senectute oder Benevol. In Diskussionen sollen dann Herausforderungen und Chancen analysiert werden.

In weiteren Foren werden die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Ziel sei es, mit allen Beteiligten zusammen nachhaltige Massnahmen zu etablieren, heisst es in der Mitteilung.

Begleitet wird dieser Prozess mit einer Plakataktion. Der Regierungsrat unterstützt das Projekt "Alter hat Potenzial" mit 195'000 Franken aus dem Lotteriefonds. 60'000 Franken werden durch den Bund und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) beigesteuert. (sda)