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Darum gibt es in Zug bei den Krankenkassenprämien eine Nullrunde

Während die Prämien in den meisten Zentralschweizer Kantonen steigen, gibt es in Zug 2019 eine Nullrunde. Im Kanton werde eine vernünftige Medizin betrieben, sagt der Gesundheitsdirektor.
Livio Brandenberg
Ausser in Zug und den Kantonen Uri und Appenzell Innerrhoden bezahlen im kommenden Jahr alle Schweizer mehr für ihre Krankenkasse. Im Bild: Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Ausser in Zug und den Kantonen Uri und Appenzell Innerrhoden bezahlen im kommenden Jahr alle Schweizer mehr für ihre Krankenkasse. Im Bild: Versicherungskarten verschiedener Krankenkassen (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Die Ankündigung ist längst zur alljährlichen Routine geworden: Im Herbst wird den meisten Schweizern die Erhöhung ihrer Krankenkassenprämien mitgeteilt. So war es auch vor einigen Tagen. 2019 werden einzig die Urnerinnen und Urner sowie die Bevölkerung des Kantons Appenzell Innerrhoden weniger für ihre Krankenkasse bezahlen. In allen anderen Kantonen steigen die Prämien. Die neue mittlere Prämie steigt im nächsten Jahr um durchschnittlich 1,2 Prozent, sie ersetzt die bisher angewendete Standardprämie. Der Bund ändert also das Modell zur Berechnung der Gesundheitskosten. Im Kanton Zug allerdings steht eine sogenannte Nullrunde an.

Warum bezahlen die Zuger Prämienzahler im kommenden Jahr nicht mehr, sondern genau gleich viel wie 2018? Grundsätzlich seien die Prämien ein Abbild der Kostenentwicklung, sagt der Zuger Gesundheitsdirektor Martin Pfister: «Tiefe Kosten bedeuten tiefe Prämien. Wir haben verschiedene Massnahmen getroffen, um die Kostenentwicklung zu dämpfen. So haben wir eine Zulassungsbeschränkung für Ärztinnen und Ärzte eingeführt, die nicht über genügend Erfahrung mit dem schweizerischen Gesundheitswesen verfügen. Und wir haben eine Liste mit Operationen erlassen, die grundsätzlich nur noch ambulant durchgeführt werden dürfen.»

Es sei wichtig, dass die Einsparungen effektiv den Prämienzahlerinnen und -zahlern zugutekommen, so Pfister weiter. «Ich habe deshalb im Frühjahr bei den Krankenversicherern interveniert, damit die kostendämpfenden Massnahmen bei der Prämiengestaltung berücksichtigt werden.» Die Zentralschweiz sei in Sachen Prämien generell sehr gut positioniert. «Es geht nicht darum, wer ein paar Franken ­höher oder tiefer liegt, sondern darum, dass wir unsere vorteilhafte Position halten und ausbauen können.» Er denke da an Projekte wie das Psychiatriekonkordat Uri, Schwyz und Zug.

«Hausarztversorgung funktioniert gut»

Wichtig sei für Zug, so Pfister, «dass wir nicht in das Fahrwasser der urbanen Kantone mit oft deutlich höheren Prämien geraten.» Man gehöre zwar zum Metropolitanraum Zürich, habe aber deutlich tiefere Gesundheitskosten. «Diesen Vorteil müssen wir bewahren.» Eine zentrale Rolle würden dabei auch die schlanken Spitalstrukturen spielen. «Bereits vor zwanzig Jahren wurde die Anzahl der Spitäler und der Spitalbetten im Kanton Zug halbiert. Auch die Hausarztversorgung funktioniert bei uns noch sehr gut.» Und generell stelle er fest, dass in Zug eine vernünftige Medizin betrieben werde. «Da darf man den Leistungserbringern durchaus ein Kränzchen winden», so der ­Gesundheitsdirektor.

Auch der Krankenkassenverband Santésuisse verweist auf die Kosten: «Die durchschnittliche Prämie steigt im Kanton Zug nicht, weil die Kosten pro Versichertem im Jahr 2017 weniger als 1 Prozent zugenommen haben, sondern unter anderem wegen eines starken Rückgangs im stationären Bereich und weil kaum eine Steigerung der Kosten für 2018 und 2019 erwartet wird», sagt Sprecher Christophe Kaempf. Denn die Prämien 2019 werden nach verschiedenen Kriterien abgerechnet: den Kosten 2017, einer Extrapolation der Kosten 2018 und den Prognosen für 2019.

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