KANTON ZUG: Hochstapler prellt Frau um 44 Millionen

Eine reiche Frau investiert eine riesige Summe in eine Erfindung, die nicht existiert. Jetzt wird der schuldige Hochstapler zur Kasse gebeten.

Christian Peter Meier
Drucken
Teilen
Auch auf einer Homepage bewirbt der 47-Jährige seine angeblichen Innovationen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Auch auf einer Homepage bewirbt der 47-Jährige seine angeblichen Innovationen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Es ist ein spektakulärer Zivilprozess, der dieser Tage vor dem Zuger Obergericht zum Abschluss kam: Ein 47-jähriger Schweizer mit italienischen Wurzeln erschwindelte sich von einer wohlhabenden Frau rund 44 Millionen Franken. Der Mann gab vor, Patente auf eine hochwirksame Solarzelle zu halten, mit der er das gesamte Weltenergieproblem lösen wollte.

Absichtliche Täuschung

Der Hochstapler brachte die Frau dazu, eine riesige Summe in sein Projekt zu investieren. Das Obergericht kam zum Schluss, dass die mittlerweile verstorbene Frau zumindest einer absichtlichen Täuschung aufsass. Das Urteil verpflichtet den Hochstapler unter anderem dazu, rund 39 Millionen Franken plus Zinsen sowie je eine Liegenschaft im Tessin und an der Zürcher Goldküste zurückzugeben. Insgesamt geht es um rund 44 Millionen Franken. Offen ist, ob der Verurteilte den Fall ans Bundesgericht weiterzieht.