KANTON ZUG: Im Kanton Zug entsteht eine Modellschule

Im Auftrag der Direktion für Bildung und Kultur arbeit die PHZ Zug derzeit ein Projekt aus, das als Basis für die Schaffung einer Modellschule dient.

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Im Kanton Zug ist eine Modellschule geplant. (Symbolbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Im Kanton Zug ist eine Modellschule geplant. (Symbolbild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Bisher gibt es im Kanton Zug viele private Schulen. Mit der geplanten Modellschule will die Direktion für Bildung und Kultur (DBK) die öffentlichen Schulen stärker ins Rampenlicht rücken, heisst es in einer Mitteilung der Direktion. In einer Modellschule sollen pädagogische Visionen entwickelt und umgesetzt werden, auf Erkenntnisse der Forschung könnte so schneller und flexibler reagiert werden.

Als Vorbild für das Zuger Modell diene unter anderen die Laborschule Bielefeld, eine staatliche Versuchsschule und wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bielefeld.

Keine Jahrgangsklassen, keine Schullektionen
Eine Steuergruppe wird die Konzeptionierung der Modellschule erarbeiten, schreibt die DBK weiter. Gestartet werden soll spätestens im Jahre 2011/2012 mit mehreren Jahrgängen gleichzeitig. Die Modellschule soll mindestens zehn Jahre lang bestehen.

Noch ist unklar, wie die Modellschule funktionieren wird. Denkbar wäre etwa die Auflösung von Jahrgangsklassen und keine strikt nach Fächern getrennte Lektionen, heisst es. Mehrklassenprofile, Lernateliers, Mehrsprachendidaktik und Selbstbeurteilung sind ebenfalls Themen, die von einem Projektteam auf Realisierbarkeit hin geprüft werden. Vorgesehen sei, dass bis zu 400 Schüler in der Modellschule aufgenommen werden.

Die PHZ Zug bezeichnet die die Schaffung einer Modellschule als «viel versprechend». Mit ihrem Fachpersonal soll die PHZ Zug in die Konzeption und Umsetzung eingebunden werden. Auch der Zuger Bildungsrat stellt sich hinter das Vorhaben der DBK. Er hat bereits im Frühling 2008 grünes Licht für die Ausarbeitung eines Projekts gegeben.

ana