Kanton Zug in UBS-Ranking top

Bei den Schweizer Kantonen zeigen sich laut einer Studie der UBS puncto Wettbewerbsfähigkeit grosse Unterschiede. Zug liegt hinter Basel-Stadt und dem führenden Kanton Zürich. Die drei Kantone haben laut der Grossbank eine «Top- Wettbewerbsfähigkeit». Uri schneidet schlecht ab.

Drucken
Teilen
Zug als «Standort» gelobt. Hier ein Blick auf die Wohn- und Industriezone nödlich der Weststrasse. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Zug als «Standort» gelobt. Hier ein Blick auf die Wohn- und Industriezone nödlich der Weststrasse. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Zentralschweizer Kantone sind über das gesamte Ranking hinweg verstreut: Während es Zug unter die top Drei schafft, bildet Uri das Schlusslicht. Luzern und Nidwalden wird eine «hohe» Wettbewerbsfähigkeit attestiert, Schwyz eine «solide», ebenso Obwalden, wenn auch mit etwas geringer Leistung.

Kantone mit Städten stärker

Gemäss der Stärken-Schwächen-Analyse, welche am Donnerstag zum ersten Mal vorgestellt wurde, finden sich die Kantone Graubünden, Wallis und Jura ganz am unteren Ende der Skala und weisen eine geringe Wettbewerbsfähigkeit auf. Das Schlusslicht bildet nach dem Urteil der UBS-Wirtschaftsexperten der Kanton Uri.

In die Untersuchungen der UBS-Ökonomen spielten eine Reihe von Faktoren eine Rolle. So nahmen die Wirtschaftsstruktur, die Unternehmen, die Standortqualität, die Zusammensetzung der Bevölkerung und die von Politik und Verwaltung bestimmten Rahmenbedingungen, vor allem die finanziellen, unter die Lupe.

Im grossen Mittelfeld fällt auf, dass Kantone mit grösseren Städten oder der Nähe zu grosses Agglomerationen tendenziell auch eine höhere Wettbewerbsfähigkeit haben. Jenes Segment der Rangliste, dem die UBS eine «hohe» Wettbewerbsfähigkeit attestiert, bilden Aargau, Basel-Land, Luzern und Nidwalden.

Eine «solide» Situation trafen die Experten in Genf, Waadt,Schwyz und Bern an. Ebenfalls in dieser Kategorie, aber mit tendenziell schlechteren Noten, sind St. Gallen, Freiburg, Schaffhausen, Thurgau, Solothurn, Appenzell-Ausserrhoden und Obwalden. «Moderate» Chancen bieten die Bedingungen in Neuenburg, Glarus, im Tessin und in Appenzell-Innerrhoden.

Der «Kantonaler Wettbewerbsindikator» (KWI) genannte Report will die UBS von nun an einmal pro Jahr herausgeben. Die Bank will damit aufzeigen, was für ein Potenzial die Kantone angesichts eines wachsenden internationalen Wettbewerbs für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung haben.

sda / kst