KANTON ZUG: Ist Mutter doch schuld am Tod von Anastasia?

Das Obergericht wird sich mit dem Tod von Anastasia 2004 befassen. Aus Sicht der Anklage reichen die Indizien aus, um die Mutter wegen Mordes oder vorsätzlicher Tötung zu verurteilen.

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Am 27. März hatte das Strafgericht des Kantons Zug die Beschuldigte von der Anklage des Mordes beziehungsweise der vorsätzlichen Tötung ihrer Tochter freigesprochen. Wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilen, war die heute 36-jährige Russin beschuldigt worden, in der Nacht auf den 12. Mai 2004 ihre damals sechsjährige Tochter Anastasia in ihrer Wohnung getötet zu haben.

Der stellvertretende Oberstaatsanwalt verlangte laut Mitteilung die Ausfertigung einer schriftlichen Urteilsbegründung. Nach deren Eingang reichte die Staatsanwaltschaft am 17. September die Berufung bei der strafrechtlichen Abteilung des Obergerichts ein.

Sicherheitshaft wurde aufgehoben
Die Staatsanwaltschaft verlange die Bestrafung der Beschuldigten wegen Mordes, eventuell wegen vorsätzlicher Tötung an ihrer Tochter Anastasia, heisst es. Die Mutter bezeichne sich nach wie vor als unschuldig. Im Unterschied zum Strafgericht hält die Staatsanwaltschaft laut Mitteilung die Beweislage für ausreichend, um die Beschuldigte bestrafen zu können.

Im Zusammenhang mit dem Freispruch vor erster Instanz wurde die Sicherheitshaft aufgehoben. Die Beschuldigte war während knapp vier Jahren in Untersuchungs- beziehungsweise Sicherheitshaft gewesen. Sie wurde anfangs April aus der Haft entlassen.

ana