KANTON ZUG: Kantonsspital unzufrieden mit Bundesentscheid

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Baserate per 1. Mai provisorisch auf 3840 Franken festgelegt. Das Zuger Kantonsspital ist damit nicht zufrieden.

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Szene aus dem Kantonsspital Zug. (Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Szene aus dem Kantonsspital Zug. (Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Im Amtsblatt des Kantons Zug vom 9. April wird die Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts
vom 29. März veröffentlicht. Wie das Zuger Kantonsspital mitteilt, wird damit die Baserate (englisch für Grundtarif) bis zum eigentlichen Urteil provisorisch auf 3840 Franken festgesetzt. Dieser Betrag wird für einen bestimmten Fall vergütet, der im Kantonsspital behandelt wird.

Neuere Tarifversion verwendet
Die Basis für den Betrag bildete laut Mitteilung die Tarifversion «5.1». Doch «santésuisse» und das Zuger Kantonsspital haben sich für das Jahr 2010 bereits auf die neue Tarifversion «6.0» geeinigt. Der neue Tarifvertrag ohne Baserate sei daraufhin auch vom Regierungsrat des Kantons Zug genehmigt worden.

Weil das Zuger Kantonsspital gemäss seinem gültigen Tarifvertrag gegenüber den Krankenversicherern nach der neuen Tarifversion abrechnen muss, soll das Bundesverwaltungsgericht seinen Zwischenentscheid revidieren, heisst es weiter. Dafür werde das Kantonsspital beim Bundesverwaltungsgericht die Korrektur der Baserate beantragen.

Benachteiligung in der Zentralschweiz
Im Vergleich mit der bisherigen, vom Regierungsrat festgesetzten Baserate (4131 Franken) sei der neue Tarif (3881 Franken) eine Verschlechterung. Weil das Zuger Kantonsspital aber über genügend Mittel verfüge, könne es die Auswirkungen abfedern, heisst es in der Mitteilung.

Wenn die provisorische Baserate mit den 4000 Franken verglichen werde, die «santésuisse» für das Jahr 2010 mit den übrigen Zentralschweizer Spitälern vereinbart habe, zeige sich die finanzielle Benachteiligung des Zuger Kantonsspital ebenfalls. Daher werde das Spital auch diesbezüglich beim Bundesverwaltungsgericht intervenieren.

Ein Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht noch nicht gefällt.

ana