KANTON ZUG: Keine «Aufklärung» in Zuger Kindergärten

In den Kindergärten des Kantons Zug ist das Thema Sexualität kein Tabu, wird aber auch nicht forciert. Die Annahme, künftig werde für die Kleinen Sexualkunde Pflichtfach, sei falsch, stellte Regierungsrat Patrick Cotti am Freitag klar.

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Spielerisches Lernen bleibt die Hauptsache, «Sexualkunde» wird es im Kanton Zug im Sinne von «Aufklärung» nicht geben. (Archivbild Edy Engeler/Neue LZ)

Spielerisches Lernen bleibt die Hauptsache, «Sexualkunde» wird es im Kanton Zug im Sinne von «Aufklärung» nicht geben. (Archivbild Edy Engeler/Neue LZ)

Zwar ist im Rahmen der Harmonisierung der Lehrpläne und Bildungsziele (HarmoS) Sexualkunde als Pflichtfach während der gesamten obligatorischen Schulzeit zu unterrichten. In der Praxis bedeute dies aber nicht, dass in den Kindergärten künftig Sexualkunde-Stunden abgehalten würden.

Schon heute seien die Kindergärtnerinnen bereit, individuell auf Fragen im Zusammenhang mit Sexualität einzugehen. Das solle auch künftig so sein, schreibt der Direktor für Bildung und Kultur. Den Eltern wolle man keinesfalls die Auseinandersetzung mit dem Thema streitig machen.

Besprochen werden könne etwa die differenzierte Wahrnehmung des Körpers, die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, die Abgrenzung gegen unerwünschte Nähe, das Rollenverständnis von Buben und Mädchen und dergleichen. «Klassische Aufklärung» stehe nicht zur Diskussion - darum gehe es erst später.

sda