KANTON ZUG: Keine Schulnoten bis zur 4. Klasse

Die Zuger Bildungsdirektion befürwortet Noten ab dem ersten Semester der 4. Klasse. Blanke Zahlen könnten jedoch fatale Folgen für Schüler haben.

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Ab dem ersten Schultag stehen Noten nicht zur Debatte. Gestritten wird in Zug aber über den Richtigen Zeitpunkt der Einführung. (Bild Andrea Schelbert/Neue ZZ)

Ab dem ersten Schultag stehen Noten nicht zur Debatte. Gestritten wird in Zug aber über den Richtigen Zeitpunkt der Einführung. (Bild Andrea Schelbert/Neue ZZ)

CVP-Kantonsrat Andreas Hausheer und 32 Mitunterzeichner wollen mit einer Motion erwirken, dass Noten im Kanton Zug ab der 2. Primarklasse erteilt werden müssen. Die Beurteilung von Schülern solle grundsätzlich zwei Funktionen erfüllen: die Förderung und die Selektion.

Der Regierungsrat gibt den Motionären vom Kantonsrat nur den kleinen Finger: Noten soll es nicht erst ab dem zweiten Semester der 4. Primarklasse, sondern ab dem ersten geben. Ansonsten hält er an der bisherigen Praxis fest, wonach Leistungserfüllung in einem jährlich stattfindenden Gespräch mit den Erziehungsberechtigten erörtert werden – und dies ohne Noten. Denn ein Kind müsse lernen, seine Leistungen selber zu beurteilen. Zeugnisnoten könnten für jüngere Schüler unter Umständen fatale Folgen haben, sie könnten sich als Versager fühlen, findet die Bildungsdirektion.

Freddy Trütsch

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.