KANTON ZUG: Kommts zu einem Linksrutsch?

Im Herbst wählen die Zuger das Parlament – mit einem neuen System. Die Bürgerlichen befürchten Nidwaldner Verhältnisse.

Freddy Trütsc
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Im Herbst werden die Zuger zur Urne gebeten. (Symbolbild / Neue LZ)

Im Herbst werden die Zuger zur Urne gebeten. (Symbolbild / Neue LZ)

Regierung und Gemeinderäte werden in Zug neu nach dem Majorzverfahren gewählt. Das kantonale Parlament hingegen nach dem Doppelten Pukelsheim. Und deshalb schauten die Wahlstrategen gespannt nach Nidwalden, wo im März dieses Jahres ebenfalls erstmals der Pukelsheim zur Anwendung kam. Sehr zur Freude der Nidwaldner Linken, denn Grüne und SP gewannen fünf Sitze dazu, FDP und SVP verloren zwei, die CVP einen Sitz.

Es passierte damit genau das, was in gewissen Kreisen auch in Zug befürchtet wird. Während FDP-Wahlkampfleiter Ueli Bollmann sehr viel davon abhängig macht, ob die Linken als Einheit auftreten oder nicht, kann sich CVP-Wahlkampfleiter Gerhard Pfister ähnliche Tendenzen sehr gut vorstellen. «Die Bürgerlichen werden ihren Wähleranteil massiv steigern müssen, um ihre jetzige Sitzzahl zu halten. Die CVP muss für ihre 23 Sitze 28,75 Prozent der Stimmen holen.» Deshalb werde wohl für alle grossen Parteien das Ziel heissen: «Sitzzahl halten, Wähleranteil steigern.»

Vom Nidwaldner Resultat Schlüsse für Zug zu ziehen, erachtet dagegen SP-Parteipräsidentin Barbara Gysel für verwegen. «Die Ausgangslage ist zu verschieden.» Gysel erachtet es schon als Erfolg, den Status Quo halten zu können, und geht davon aus, dass in Zug die noch kleineren Parteien, also CSP und Grünliberale, zulegen werden.