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Kanton Zug lanciert Projekt zur Suizidprävention

Jedes Jahr kommt es im Kanton Zug zu rund 20 Suiziden. Unbekannt ist hingegen die Anzahl der Suizidversuche. Hier setzt ein neues Projekt an, das gemeinsam vom kanto-nalen Amt für Gesundheit und der Klinik Zugersee geleitet wird. Das Projekt, das auch ein Legislaturziel des Regierungsrats darstellt, setzt ambitionierte Ziele.

(haz/pd) Vor rund zehn Jahren hat der Kanton Zug ein Suizidmonitoring eingeführt und war damit schweizweit ein Vorreiter, wie die Gesundheitsdirektion meldet. Die erhobenen Zahlen zeigen: Die Anzahl erfasster Suizide ist im Kanton Zug vergleichsweise tief, die getroffenen Präventionsmassnahmen und Programme im Bereich der psychischen Gesundheit wirken. «Auf diesen erfreulichen Resultaten wollen wir aufbauen, um die Zahl der Suizide im Kanton Zug weiter zu senken», erläutert Gesundheitsdirektor Martin Pfister mit Blick auf den Welttag der Suizidprävention vom 10. September.

Suizidversuche als wichtige Hinweise

Nicht erfasst wird bisher die Zahl der Suizidversuche. Hintergründe für Suizide und Suizidversuche sind vielfältig. Sie reichen von einer Bilanzierung des Lebens bis hin zu Folgen von psychischen Erkrankungen oder Störungen. Oftmals treten suizidale Handlungen in akuten Krisensituationen auf. «Durch eine systematische Erfassung von überlebten Suizidhandlungen versprechen wir uns wichtige weitergehende Erkenntnisse. So können die Massnahmen zur Suizidprävention weiterentwickelt und verfeinert werden», führt Professor Josef Jenewein, Chefarzt der Klinik Zugersee aus.

Neue Strategie wird Massnahmen definieren

Neben dem Aufbau eines Monitorings von Suizidversuchen umfasst das Projekt weitere Mass-nahmen. So wird das kantonale Amt für Gesundheit eine neue kantonale Strategie zur Suizidprävention ausarbeiten. Parallel dazu werden aber auch die bisher umgesetzten Massnahmen im Kanton wie z. B. die baulichen Schutzmassnahmen an Brücken oder im Bereich der Eisenbahnlinien einer Überprüfung unterzogen. Auch Überlegungen betreffend Interventionen bei Krisen und Notfällen sowie Präventionsprogrammen sind Teil des Projekts, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Kooperationsprojekt mit externen Fachleuten

Die Gesundheitsdirektion legt besonders Wert darauf, dass auch externe Fachleute und -stellen in das Projekt integriert werden. So teilen sich das Amt für Gesundheit und die Klinik Zugersee (Triaplus AG) die Projektleitung. Vertretungen von Institutionen, Verbänden und Fachgruppen aus der Psychiatrie, somatischen Medizin und Psychologie werden ihre Kenntnisse in Arbeitsgruppen ebenso einbringen können wie Exponentinnen und Exponenten aus dem Schulwesen und der Polizei.

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