KANTON ZUG: Mexiko-Grippe: Der Kanton Zug rüstet sich

Die kantonale Verwaltung und die Zuger Verkehrsbetriebe wappnen sich gegen eine mögliche Pandemie. Über allfällige Schulschliessungen entscheidet der Regierungsrat.

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Bus der Zugerland Verkehrs­betriebe. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Bus der Zugerland Verkehrs­betriebe. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die kantonale Verwaltung richtet sich nach den Vorgaben des offiziellen Handbuchs für die betriebliche Vorbereitung im Pande­mieplan, wie die Zuger Gesundheitsdirek­tion in einer Medienmitteilung schreibt.

Ziel ist es, einerseits Mitarbeitende und Kunden zu schützen und andererseits das Funktionieren der Dienstleistungen sicherzustellen. Der Kanton Zug hat für alle Mitarbeitenden Hygienemasken und Desinfektionsmittel beschafft.

Das Material reicht für mehrere Wochen. Das Reinigungspersonal wurde speziell ausgebildet, die Reinigungspläne auf die speziellen Erfordernisse im Zusammenhang mit der Infektionsübertragung durch Tröpfchen ausgerichtet, wie es in der Mitteilung weite heisst.

Auch andere Betriebe haben sich auf die bevorstehende Pandemiewelle vorbereitet. So haben die Zugerland Verkehrsbetriebe Massnahmen zum Schutz des Fahrpersonals und der Fahrgäste getroffen. Es gibt in der heutigen Lage keinen Grund, auf die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel zu verzichten, schreibt die Gesundheitsdirektion.

Regierung entscheidet über Schulschliessungen
Über die Angemessenheit von Schulschliessungen wird derzeit international und national intensiv diskutiert. Eingriffe könnten in Frage kommen, wenn diese Massnahmen die Ausbreitung des Krankheitserregers klar und in bedeutsamem Ausmass bremsen.

Die Kompetenz zur Schliessung von Schulen liegt im Kanton Zug gemäss Gesundheitsgesetz beim Regierungsrat. Gegenwärtig geht es aber auch bei den Schulen vorerst einmal um vorsorgliche Massnahmen und um die angemessene Vorbereitung für den Pandemiefall. Die Schulen wurden noch vor den Sommerfreien von den zuständigen Direktionen (Direktion für Bildung und Kultur sowie Volkswirtschaftsdirektion) orientiert und dokumentiert.

Post zur Pandemie-Prävention erhalten dieser Tage auch die sozialen Einrichtungen (von der Direktion des Innern) und die Alters- und Pflegeheime, Spitex und andere mit dem Gesundheitswesen verbundene Organisationen (von der Gesundheitsdirektion). Dabei werden laut Gesundheitsdirketion auch die Gemeinden stets auf dem Laufenden gehalten.

Impforganisation in Vorbereitung
Die Strategie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zielt darauf ab, die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu bremsen und so Zeit für die Bereitstellung einer spezifischen Grippeimpfung zu gewinnen. Ein Impfstoff dürfte der Bevölkerung im Herbst zur Verfügung stehen.

Die Kantone befassen sich derzeit mit der Organisation der Impfung. Nach heutigem Kenntnisstand ist von einer kantonal organisierten Impfung auszugehen. Der Impfstoff wird also nicht über den Handel bezogen werden können.

get