KANTON ZUG: Positive Entwicklung bei der Kinderbetreuung

Eine Studie zeigt die positive Entwicklung bei familienergänzender Kinderbetreuung im Kanton Zug. Die Zahl der angebotenen Plätze und der betreuten Kinder hat sich seit 2005 praktisch verdoppelt.

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Damit Kinder auch nach der Schule noch betreuut werden können, gibt der Kanton Zug einiges an Geld aus. (Archivbild Ana Cruz/Neue ZZ)

Damit Kinder auch nach der Schule noch betreuut werden können, gibt der Kanton Zug einiges an Geld aus. (Archivbild Ana Cruz/Neue ZZ)

Im Auftrag der Direktion des Innern des Kantons Zug hat das Forschungsbüro Infras zum zweiten Mal Kennzahlen zur familienergänzenden Betreuungs-Situation im Kanton erhoben. Wie die Direktion des Innern mitteit, wurde der kantonale Betreuungsindex für familienergänzende Betreuungsangebote zum ersten Mal 2005 erhoben und publiziert.

Höhere Ausgaben, mehr Kinder
Die neusten Zahlen zeigen eine Verdoppelung des Angebots für Kinderbetreuung in den vergangenen vier Jahren auf insgesamt 3169 Plätze (2005: 1588). Bei der Erhebung im Mai 2009 wurden im Kanton Zug 3882 Kinder im Alter bis 12 Jahre familienergänzend betreut. Das sind im Kanton über 22 Prozent der Kinder in der betreffenden Altersgruppe.

Die Zuger Gemeinden haben ihre Ausgaben für die familienergänzende Betreuung erhöht. Sie gaben im Durchschnitt 528 Franken pro Kind aus (2005: 399 Franken). Die Ergebnisse der Erhebung 2009 zeigen, dass sämtliche Zuger Gemeinden Betreuungsangebote für Schulkinder haben.

Von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich
Die Betreuungssituation unterscheidet sich stark von Gemeinde zu Gemeinde. Spitzenreiterin ist die Stadt Zug. Diese Top Positionierung setzt sich laut Departement des Innern aus der Anzahl Betreuungsplätze und den Ausgaben pro in der Gemeinde wohnhaftem Kind zusammen. Nach wie vor liegen die bevölkerungsstarken Gemeinden vor den kleinen Gemeinden.

Auch öffentliche und private Tagesschulen leisten einen Beitrag zum positiven Resultat für Betreuung von Schulkindern. Zudem habe die Einführung der Blockzeiten im Kanton Zug die Betreuungssituation etwas verbessert.

ana