KANTON ZUG: Premiere: Zug qualifiziert Lebensmittelbetriebe

Als erster Kanton in der Schweiz vergibt Zug an Betriebe der Lebensmittelbran­che eine «Amtliche Bescheinigung für Lebensmittelsicherheit».

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Metzgerei Limacher in Hünen­berg. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Metzgerei Limacher in Hünen­berg. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Vom Amt für Verbraucherschutz des Kantons Zug wurden insgesamt 574 Betriebe der Lebensmittelbranche (Gaststätten, Bäckereien, Metzgereien, Spitäler etc) in Augenschein genommen.

Laut Medienmitteilung der Gesundheits­direktion ist der Stand der Lebensmittel­sicherheit im Kanton Zug «erfreulich gut»: 244 Betriebe (42.5 Prozent) erhielten das Prädikat «sehr gut». 232 Betriebe (40.4 Prozent) wurden als «gut» bezeichnet. 87 Betriebe (15.2 Prozent) mussten gemäss den massgebenden Kriterien als «genügend» bezeichnet werden. Lediglich 11 Betriebe (1,9 Prozent) erhielten ein «ungenügend».

Die Bescheinigung macht eine zusammenfassende Aussage über den Stand der Lebensmittelsicherheit eines Betriebes. Dazu gehören die Sicherstellung
des hygienischen Umgangs mit Lebensmitteln, der Schutz vor Täuschung und der Schutz der Gesundheit der Konsumenten, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Qualitätsbescheinigung wird nur an Betriebe abgegeben, welche Lebensmittel direkt an die Konsumenten verkaufen. Keine Bescheinigung erhalten Betriebe, welche lediglich von Dritten bezogene vorverpackte Ware abgeben.

Die Betriebsinhaber sind allerdings nicht verpflichtet, die Urkunde in ihrem Betrieb aufzuhängen. Zugs Gesundheitsdirektor Joachim Eder geht jedoch davon aus, dass die allermeisten Betriebe mit einer positiven Bescheinigung wohl von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden: «Die Bescheinigung mit einer guten oder sehr guten Bewertung in Sachen Lebensmittel­sicherheit ist schliesslich beste Werbung für einen Betrieb».

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