KANTON ZUG: Reformierte fordern Solidarität

Wer nicht in der Kirche ist, sein Kind aber in den Religionsunterricht schickt, soll zahlen. Wie viel, das entscheiden die Eltern selber.

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Kirchenrätin Susan Staub. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Kirchenrätin Susan Staub. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Zukünftig sollen Eltern, die ihre konfessionslosen Kinder in den reformierten Religionsunterricht schicken, einen Solidaritätsbeitrag entrichten. Damit startet die Reformierte Kirche Kanton Zug in eine Versuchsphase.

Der Beitrag beträgt zwischen 100 und 400 Franken pro Familie und Jahr; über die genaue Höhe entscheiden die Eltern selber. «Wir stellen ja keine Rechnung», sagt Susan Staub, zuständige Kirchenrätin.

Dass der Beitrag für Unmut sorgen könnte, schliesst Staub nicht aus. «Wir laufen Gefahr, ein Stück unserer Offenheit zu verlieren», räumt sie ein. Dennoch ist sie vom Modell überzeugt: «Wir bieten etwas Wertvolles an, und das soll wahrgenommen werden.» Der Menzinger Pfarrer Christoph Baumgartner mag den Solidaritätsbeitrag in der Kürze nicht bewerten: «Wir müssen schauen, ob er sich bewährt – mit einem offenen Verstand und einem wachen Blick.»

Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ihrer Zentralschweiz am Sonntag.