KANTON ZUG: Regierungsrat für Pistenverlängerung in Kloten

Der Zuger Regierungsrat spricht sich für Betriebsvariante mit Pistenverlängerungen am Flughafen Zürich aus.

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Im Rahmen des Koordinationsverfahrens zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt beim Flughafen Zürich spricht sich der Zuger Regierungsrat für die Betriebsvariante «Jopt.» aus, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Diese Variante bringe dem Flughafen eine Entwicklungsmöglichkeit und für den Kanton Zug sowie die gesamte Region die geringsten Lärmauswirkungen mit sich.

Der Kanton Zug hätte bei einem Gesamtaufkommen von rund 350'000 Flugbewegungen mit rund 25'000 Südstarts und 6000 Landeanflügen über sein Kantonsgebiet zu rechnen. Da diese Betriebsvariante Pistenverlängerungen voraussetze und deshalb kurzfristig nicht umgesetzt werden könne, befürwortet Zug eine weitere Variante, heisst es in der Mitteilung weiter.

24'600 Südstarts und 11'000 bis 20'500 Landeanflüge
In zweiter Priorität hat sich der Regierungsrat für die Betriebsvariante «Eopt.» ausgesprochen. Der Kanton Zug müsste bei dieser Lösung mit etwa 24'600 Südstarts und 11'000 Landeanflüge rechnen. Allerdings entspreche diese zur Zeit den Vorgaben der Deutschen Durchführungsverordnung nicht, weshalb der Regierungsrat den Bund auffordert, sich für die erwähnte Variante einzusetzen.

Sollte keine Einigung mit Deutschland möglich sein, favorisiert der Regierungsrat als Ersatz die Variante «EDVO». Bei dieser hätte der Kanton Zug mit rund 24'600 Südstarts und 20'500 Landeanflüge zu rechnen.

Neue Flugroute wird abgelehnt
Der Zuger Regierungsrat signalisiert laut Mitteilung Offenheit für zusätzliche Südstarts für den Verspätungsabbau, nicht aber für eine Kapazitätserweiterung des Flughafens.

Zudem lehnt er eine neue Flugroute wegen des Militärflugplatzes Emmen, welche bei Südstarts die Gebiete Zug/Baar überfliegen würde, ab und verlangt ausserhalb der Betriebszeiten des Militärflugplatzes die bisherige Route über den Westen des Kantons.

ana