Kanton Zug reicht Agglo-Programm ein

Der Kanton Zug hat beim Bund sein Agglomerationsprogramm der 2. Generation eingereicht. Ziel ist es, Verkehrsinfrastruktur und Siedlungsplanung besser zu koordinieren. Das Programm ist die Grundlage für finanzielle Beteiligungen des Bundes an Projekten mit Baubeginn ab 2015.

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Der Stadttunnel soll einst bei der Bushaltestelle beim Casino in Zug in den Berg führen. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Stadttunnel soll einst bei der Bushaltestelle beim Casino in Zug in den Berg führen. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Basis für das Agglomerationsprogramm ist der kantonale Richtplan von 2004, wie die kantonale Baudirektion am Montag mitteilte. Zentrale Punkte sind verschiedene Vorhaben zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, an denen sich der Bund finanziell beteiligt, sowie raumplanerische Massnahmen. Prominenteste Massnahme ist der Stadttunnel Zug.

Beim Fuss- und Zweiradverkehr ist vorgesehen, weitere Netzlücken zu schliessen und den Langsamverkehr optimal mit dem öffentlichen Verkehr zu verknüpfen. Das Angebot der Stadtbahn soll als Rückgrad des öffentlichen Verkehrs ausgebaut und das Bussystem erweitert werden.

Für den Zeitraum 2015 bis 2018 enthält das Agglomerationsprogramm Zug Massnahmen im Höhe von rund 260 Millionen Franken. Davon entfallen rund 185 Millionen Franken auf den öffentlichen Verkehr und 60 Millionen Franken auf den Langsamverkehr. Für 2019 bis 2022 umfasst das Agglomerationsprogramm Projekte in Höhe von 580 Millionen Franken, 520 Millionen Franken davon für den Stadttunnel Zug.

Die Fachstellen des Bundes überprüfen das eingereichte Programm nach einen vorgegebenen Kriterienkatalog. Dabei werden Kosten und Nutzen einander gegenübergestellt und so der Beitragssatz des Bundes errechnet.

Das Agglomerationsprogramm der 1. Generation hat der Kanton Ende 2007 eingereicht. Erste Massnahmen daraus, wie beispielsweise die S- Bahnhaltestelle Rigiblick in Steinhausen, werden bereits umgesetzt.

sda