KANTON ZUG: Skonto bei sofortiger Steuerzahlung halbiert

In Zug werden ab 2015 das Skonto und alle Zinsarten bei den Steuern (Verzugszins, Vergütungszins, Ausgleichszins) von 2 Prozent auf 1 Prozent gesenkt. Diese Anpassung spült dem Kanton jährlich rund 2,5 Millionen und den Gemeinden rund 2 Millionen Franken in die Kasse.

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In Zug können Kanton und Gemeinden mit mehreren Millionen Franken Mehreinnahmen rechnen. (Bild: Archiv Keystone)

In Zug können Kanton und Gemeinden mit mehreren Millionen Franken Mehreinnahmen rechnen. (Bild: Archiv Keystone)

Natürliche Personen, die bis zum 31. Juli des laufenden Steuerjahres die ganze provisorische Jahressteuer bezahlen, erhalten derzeit einen Skonto von 2 Prozent. Der Regierungsrat hat als Sofortmassnahme des kantonalen Entlastungsprogrammes beschlossen, den Skonto auf den 1. Januar 2015 von 2 auf 1 Prozent zu reduzieren, wie die Finanzdirektion am Montag mitteilte.

Auch alle anderen Zinsarten bei den Steuern (Verzugszins, Vergütungszins, Ausgleichszins) werden gemäss Mitteilung auf das Jahr 2015 von 2 Prozent auf 1 Prozent gesenkt. Diese Zinsanpassung geschehe insbesondere deshalb, weil die Erfahrung gezeigt habe, dass für die Steuerzahler der Unterschied der verschiedenen Zinsarten und des Skontos oftmals schwer nachvollziehbar sei, weshalb es einen einheitlichen Pro-zentsatz brauche.

Die Finanzdirektion hat zur geplanten Skonto- und Zinsanpassung ein verwaltungsexternes Vernehmlassungsverfahren durchgeführt. Dabei seien sowohl die Skontoreduktion als auch die Senkung aller Zinsarten bei den Steuern fast durchwegs auf positives Echo gestossen. Einige Vernehmlassungsadressaten hätten allerdings die Ansicht vertreten, dass der Verzugszins entweder bei 2 Prozent belassen oder auf 3 Prozent erhöht werden sollte. Der Regierungsrat lehnt eine isolierte Behandlung des Verzugszinses aber ab.

Finanzielle Auswirkungen

In finanzieller Hinsicht führt die vorliegende Änderung der Verordnung zum Steuergesetz zu jährlichen Mehreinnahmen von rund 2,5 Millionen Franken. Die Gemeinden können gemeinsam mit Mehreinnahmen von zirka 2 Millionen Franken rechnen.

pd/zim