KANTON ZUG: Sünder sollen sofort gebüsst werden

Littering, Vandalismus, Verunreinigungen – dafür soll die Polizei vor Ort Bussen ausstellen. Das könne Kosten sparen und abschrecken, finden zwei Zuger Kantonsräte.

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Impression zum Thema Littering beim Sportplatz Eschfeld in Steinhausen. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Impression zum Thema Littering beim Sportplatz Eschfeld in Steinhausen. (Bild Martin Heimann/Neue ZZ)

Laut der Motion von Andreas Hausheer (CVP, Steinhausen) sorgen Vandalismus und Verunreinigungen in der Bevölkerung für Unmut. Es sei unbefriedigend, dass die Polizei eine Täterschaft, die vor Ort erwischt wird, nicht sofort büssen könne.

Für Hausheer hätten sofortige Bussen verschiedene Vorteile. Den Tätern könnte «ohne Verzögerung deutlich gemacht werden, dass ihr Handeln strafrechtlich relevant ist und nicht geduldet wird». Dies hätte laut dem Motionär auch eine präventive Wirkung: Er hält mittelfristig einen Rückgang von Ordnungswidrigkeiten für möglich.

Hausheer doppelt einem Vorstoss von Daniel Abt (FDP, Baar) vom Mai 2007 nach, der für die Verursacher von Littering bereits Ordnungsbussen verlangt hatte und bei Sicherheitsdirektor Beat Villiger auf offene Ohren gestossen war.

Das geltende Zuger Recht kennt bis anhin das Ordnungsbussenverfahren für die Ahndung von Übertretungen noch nicht. Villiger will zu den beiden Motionen im Kantonsrat noch dieses Jahr Stellung nehmen.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.