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KANTON ZUG: Telefonbetrüger sind noch immer aktiv – und erbeuten um ein Haar 20'000 Franken

Falsche Polizisten treiben noch immer ihr Unwesen im Kanton Zug. Erneut waren sie bei einem Betrugsversuch per Telefon beinahe erfolgreich. Kurz vor der Geldübergabe wurde die betroffene Frau aber doch noch misstrauisch.
Ein Smartphone mit den Mobile Ticketing Apps von FAIRTIQ und lezzgo, aufgenommen am 28. Juni 2017 in Zuerich. FAIRTIQ und lezzgo sind Mobile Ticketing Apps fuer den oeffentlichen Verkehr und funktioniert nach dem CIACO-Prinzip (Check In - Assisted Check Out). Vor der Reise mit dem OEV checkt der Kunde mit einem Klick ein und erhaelt dadurch ein gueltiges Ticket für den gesamten Verbund. Nach der Reise checkt man mit einem weiteren Klick wieder aus. (KEYSTONE/Christian Beutler) (Symbolbild: Christian Beutler / Keystone)

Ein Smartphone mit den Mobile Ticketing Apps von FAIRTIQ und lezzgo, aufgenommen am 28. Juni 2017 in Zuerich. FAIRTIQ und lezzgo sind Mobile Ticketing Apps fuer den oeffentlichen Verkehr und funktioniert nach dem CIACO-Prinzip (Check In - Assisted Check Out). Vor der Reise mit dem OEV checkt der Kunde mit einem Klick ein und erhaelt dadurch ein gueltiges Ticket für den gesamten Verbund. Nach der Reise checkt man mit einem weiteren Klick wieder aus. (KEYSTONE/Christian Beutler) (Symbolbild: Christian Beutler / Keystone)

Bereits seit Wochen erreichen die Zuger Polizei Meldungen über Telefonbetrüger, die sich als Polizisten ausgeben und so versuchen, hohe Geldsummen von leichtgläubigen Bürgern zu ergaunern. Am Freitag schreiben die Zuger Strafverfolgungsbehörden in einer Mitteilung, dass die Betrüger am Donnerstag in den Kantonen Luzern, Obwalden und Zug erneut aktiv gewesen seien. Beinahe erfolgreich waren sie mit einem solchen Versuch bei einer älteren Dame im Kanton Zug.

Die 69-jährige Frau erhielt am Donnerstag einen Anruf durch einen angeblichen Polizisten, der durch technische Manipulation als von einer offiziellen Polizei-Telefonnummer aus getätigter Anruf angezeigt wurde. Auf Hochdeutsch wurde die Frau mehrmals gefragt, ob sie im Besitz von Schmuck und anderen Wertgegenständen sei. Die Betrüger sagten der Frau zudem, in ihrem Wohnquartier sei es am Morgen zu einem Raubüberfall gekommen.

Weitere Verunsicherung stifteten die Telefonbetrüger in darauffolgenden Anrufen, indem sie behaupteten, das Bankkonto der Frau sei gehackt worden. Eine falsche Polizistin, die sich im Anschluss daran bei der Dame meldete, forderte sie schliesslich auf, 30'000 Franken von ihrem Konto abzuheben, um es zwecks Spurensicherung der «Polizei» zu übergeben.

Misstrauen kam erst kurz vor Übergabe

Die 69-Jährige begab sich daraufhin tatsächlich zu ihrer Bank und hob dort 20'000 Franken ab. Ein Bankangestellter versuchte vergeblich, sie durch eindringliche Mahnungen davon abzuhalten.

Als sie sich mit dem Geld zum Übergabeort begab, der zuvor mit den Scheinpolizisten vereinbart wurde, meldete sich die «Polizistin» ein weiteres Mal per Telefon bei ihr. Da die Betrüger diesmal mit unterdrückter Nummer anriefen, wurde der 69-Jährigen der Anruf auf ihrem Natel als «anonym» angezeigt. Nun wurde die Frau misstrauisch und kontaktierte die echte Polizei. Diese konnte die Geldübergabe durch rasches Einschreiten verhindern, heisst es in der Mitteilung.

Im Zusammenhang mit den anhaltenden Telefonbetrugsversuchen gibt die Zuger Polizei folgende Tipps zur Entlarvung falscher Polizisten:

  • Echte Polizisten rufen nie mit der Notrufnummer 117 an.
  • Skepsis ist bei Anrufen unbekannter Personen stets angezeigt.
  • Misstrauen ist ebenso angebracht, wenn angebliche Polizisten Hochdeutsch sprechen. Zuger Polizisten sprechen ausschliesslich Schweizerdeutsch.
  • Die Identität eines Polizisten kann überprüft werden, indem man unter der Nummer 117 nach diesem fragt.
  • Insbesondere jüngere Generationen ruft die Zuger Polizei dazu auf, ältere Mitmenschen im persönlichen Umfeld über die Vorgehensweise der aktuell aktiven Betrüger zu informieren.

Auch im Kanton Luzern wurden vor Kurzem Betrugsversuche falscher Polizisten bekannt.

pd/lur

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