KANTON ZUG: Um 24 Millionen Franken tiefere Baukosten

Beim Neubau des Zuger Kantonsspitals und des Pflegezentrums Baar konnten die veranschlagten Kosten um insgesamt rund 24 Millionen Franken unterschritten werden.

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Das Kantonsspital Zug in Baar, wo der 32-jährige Häftling wegen seines Hungerstreiks starb. (Bild: Christof Borner Keller / Neue ZZ)

Das Kantonsspital Zug in Baar, wo der 32-jährige Häftling wegen seines Hungerstreiks starb. (Bild: Christof Borner Keller / Neue ZZ)

Laut einer Medienmitteilung der Staats­kanzlei Zug wurden in der Schlussab­rechnung für den Bau des Kantonsspitals, das Parkhaus und die Operationsstelle von insgesamt knapp 212,6 Mio. Franken rund 17,9 Mio. Franken nicht beansprucht. Darin eingeschlossen sind Rückstellungen für die Optimierung des Betriebs.

Baudirektor Heinz Tännler macht vor allem drei Hauptgründe für das ausserordentlich erfreuliche Ergebnis verantwortlich: Erstens die hohe Komplexität des Bauvorhabens und die mehrjährige Planungs- und Bauzeit. Sie erschwerten es, bei Planungsbeginn die Kosten mit hoher Verlässlichkeit zu kalkulieren. Dies umso mehr, als hierzulande in den letzten Jahrzehnten kein Spital mehr von Grund auf neu zu konzipieren und auf der «grünen Wiese» hochzuziehen war.

Die viel zu knapp bemessene Reserve führte denn auch zwischenzeitlich zu einem Engpass, den der Kantonsrat am 14. Dezember 2006 mit einem Zusatzkredit von rund 12.8 Mio. Franken überbrücken half, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Der zweite Grund für den positiven Abschluss ist unzweifelhaft die erfolgreiche Vergabepraxis der verantwortlichen Totalunternehmung. Ihr gelang es, animiert durch einen Bonus-Malus-Vertrag, hohe Vergabeerfolge zu erzielen und damit rund die Hälfte an die Einsparungen beizutragen. Dass über die Hälfte aller Aufträge an Zuger Unternehmen vergeben werden konnten, freut den Baudirektor zusätzlich: «Das ist eine sehr hohe Quote, wenn man bedenkt, dass viele der hochspezialisierten Arbeiten und Einrichtungen im Kanton Zug gar nicht angeboten werden.»

Der dritte Grund für die Kostenunterschreitungen ist für Heinz Tännler das kantonsinterne Baumanagement: "Wir haben nach der kritischen Phase, die den Zusatzkredit nötig machte, eine harte Sparrunde eingeläutet und eine rigorose Kostenanalyse vorgenommen.

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