Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

KANTON ZUG: Unterstützungsprojekt für Menschen mit Behinderungen wird ausgearbeitet

Mehr Selbstbestimmung und Einbindung in die Gesellschaft für Betroffene sowie ein wirkungsvoller Einsatz von Kantonsgeldern sind Ziele des Projektes «InBeZug». Nachdem die Regierung zugestimmt hat, nimmt das Kantonale Sozialamt die Ausarbeitung in Angriff.
Eine Frau im Rollstuhl in ihrer Wohnung. Für die Nidwaldner Regierung ist klar: «Nicht jedes Bedürfnis, sei es noch so berechtigt, soll per Gesetz geregelt werden.» (Archivbild Neue NZ)

Eine Frau im Rollstuhl in ihrer Wohnung. Für die Nidwaldner Regierung ist klar: «Nicht jedes Bedürfnis, sei es noch so berechtigt, soll per Gesetz geregelt werden.» (Archivbild Neue NZ)

Der Kanton Zug will die Fähigkeiten und den Bedarf von Menschen mit Behinderungen noch stärker in den Fokus stellen. Ziel sei es, dass Menschen mit einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung individuell genau so viel an Unterstützung erhalten, wie sie benötigen, meldet das Sozialamt des Kantons Zug. Ein flexibleres System soll den Betroffenen mehr Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Beispielsweise sollen Menschen mit Behinderung ihre Wohnform selber wählen können. Damit mache Zug einen Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die die Schweiz 2014 ratifiziert hat. Das Projekt wird innerhalb der kommenden drei Jahre ausgearbeitet.

Finanzierung wird überprüft

Das Projekt trage ebenso dazu bei, mit den öffentlichen Geldern «haushälterisch» umzugehen, heisst es in der Mitteilung. «Geprüft wird, ob und wenn ja, auf welche Weise künftig ein noch wirkungsvollerer Mitteleinsatz möglich ist», sagt Regierungsrätin Manuela Weichelt. Direktbetroffene, Angehörige, Beistandspersonen, soziale Einrichtungen, Fachleute und Behindertenorganisationen sollen ihre Erfahrungen und Meinungen als Mitglieder einer Begleitgruppe ins Projekt «InBeZug - individuelle und bedarfsgerechte Unterstützung für Zugerinnen und Zuger mit Behinderung» einbringen.

Das Projektteam wird dem Regierungsrat 2019 einen Bericht mit Umsetzungsvarianten vorlegen. Er soll aufzeigen, wie das «Finanzierungssystem für Betreuungsangebote künftig steuerbar, ressourceneffizient und bedarfsgerecht umgesetzt werden kann». Vorderhand ändert sich für die Betroffenen nichts.

pd/spe

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.